Den Haag – Der Kampf gegen grenzüberschreitende Umweltverbrechen erhält eine neue strategische Ausrichtung. Im Rahmen der europäischen Plattform EMPACT wurde am Sitz von Europol in Den Haag der operative Plan für die kommenden zwei Jahre vorgestellt. Italien nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein und beteiligt sich an über 150 der insgesamt 285 geplanten Maßnahmen, koordiniert durch die internationale Polizeizusammenarbeit des Innenministeriums.
Die Spezialeinheiten der Carabinieri für Forst-, Umwelt- und Ernährungsangelegenheiten fungieren dabei als wesentliche Impulsgeber. In ihrer Funktion als Mitverantwortliche für die Priorität der Umweltkriminalität leiten sie gemeinsam mit den Polizeibehörden aus Spanien, Frankreich, Portugal und der Slowakei zentrale operative Einsätze. Das Ziel ist eine koordinierte Antwort auf kriminelle Netzwerke, die die natürlichen Ressourcen Europas gefährden.
Schwerpunkte gegen illegale Machenschaften
Das Hauptaugenmerk der italienischen Führung liegt auf drei kritischen Bereichen, die weltweit erheblichen ökologischen und wirtschaftlichen Schaden anrichten. Dazu zählt primär die Bekämpfung des illegalen Abfallhandels, der oft weitreichende internationale Verflechtungen aufweist. Ebenso steht der illegale Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten im Fokus, um den Artenschutz auf globaler Ebene zu stärken. Ein dritter wesentlicher Pfeiler ist das Vorgehen gegen die illegale Abholzung von Primärwäldern, die für das Weltklima von entscheidender Bedeutung sind.
Ab diesem Jahr wird die spezialisierte Arbeit der Carabinieri durch weitere italienische Sicherheitskräfte verstärkt. Sowohl die Staatspolizei als auch die Finanzwache und die Küstenwache bringen ihre Expertise in das Programm ein. Diese Bündelung der Kräfte unterstreicht die Entschlossenheit Italiens, Umweltvergehen auf allen Ebenen – von der See bis in die tiefsten Wälder – konsequent zu verfolgen.
Internationale Allianz für den Umweltschutz
Der operative Plan stößt international auf breite Unterstützung. Neben den EU-Mitgliedstaaten beteiligen sich zahlreiche Drittstaaten und globale Organisationen an der Umsetzung. Institutionen wie Interpol, das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) sowie Eurojust stellen ihr Know-how zur Verfügung. Auch Nichtregierungsorganisationen wie der WWF leisten einen wertvollen Beitrag zum Erfolg der Mission.
Die Auftaktveranstaltung in den Niederlanden verdeutlichte erneut die Bedeutung der internationalen Kooperation. Italien festigt damit seine Position als führende Nation im Bereich der polizeilichen Umweltarbeit. Durch den Einsatz modernster Ermittlungsmethoden und den intensiven Informationsaustausch innerhalb Europas soll sichergestellt werden, dass kriminelle Bestrebungen gegen die Umwelt frühzeitig erkannt und unterbunden werden. Dies dient nicht nur dem Schutz der Biodiversität, sondern sichert langfristig die Lebensgrundlagen künftiger Generationen.




















