Fucecchio – In einer groß angelegten Operation haben die Carabinieri der Compagnia di Empoli einen bedeutenden Schlag gegen den internationalen Drogenhandel geführt. Im beschaulichen Fucecchio, unweit von Florenz, entdeckten die Ermittler eine voll funktionsfähige Kokain-Raffinerie, die hinter einem Wohnhaus versteckt war. Bei dem Einsatz wurden insgesamt 34 Kilogramm Kokain beschlagnahmt. Nach Schätzungen der Behörden hätte dieses Rauschgift auf dem Schwarzmarkt einen Erlös von weit über 700.000 Euro erzielt.
Professionelle Giftküche im Hinterhof entdeckt
Die Ermittlungen des Nucleo Operativo nahmen Fahrt auf, als den Beamten verdächtige Bewegungen rund um das Anwesen eines 52-jährigen Albaners auffielen. Eine anschließende Durchsuchung der Räumlichkeiten hinter dem Wohnhaus brachte das wahre Ausmaß der kriminellen Aktivitäten ans Licht. Die Beamten stießen auf ein hochprofessionelles Labor, das nicht nur zur Lagerung, sondern zur aktiven Produktion und Raffination von Kokain genutzt wurde.
Neben den zahlreichen Drogenpaketen fanden die Carabinieri eine umfangreiche technische Ausstattung vor. Zum Inventar der Raffinerie gehörten unter anderem Mischwannen, Präzisionswaagen, hydraulische Pressen, ein Trockenofen sowie spezielle Vakuumpumpen und Verpackungsmaschinen. Besonders brisant: Die Kriminellen versuchten sich aktiv gegen polizeiliche Überwachung zu schützen, indem sie Detektoren zum Aufspüren von Abhörwanzen einsetzten.
Millionenbeträge und Untersuchungshaft
Im Zuge des Einsatzes am 19. des Monats wurden vier Personen festgenommen: Neben dem albanischen Hausbesitzer klickten auch bei drei kolumbianischen Staatsbürgern im Alter zwischen 21 und 59 Jahren die Handschellen. Den Männern wird die Produktion, Raffination und der Besitz von Betäubungsmitteln in großem Stil vorgeworfen.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft von Florenz wurden die Verdächtigen in die Haftanstalt Sollicciano überstellt. Das zuständige Gericht bestätigte am 22. Dezember die Rechtmäßigkeit der Festnahmen und ordnete für alle vier Beteiligten die Untersuchungshaft im Gefängnis an. Während die Ermittlungen zu den Hintermännern und Vertriebswegen andauern, gilt für die Beschuldigten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Dieser Erfolg der Carabinieri zeigt einmal mehr, dass auch abseits der großen Metropolen massiv gegen die Drogenkriminalität in Italien vorgegangen wird.




















