Wolkenstein – Ein dramatischer Zwischenfall ereignete sich in den vergangenen Tagen auf den verschneiten Hängen der Dolomiten. Ein etwa 60-jähriger Skifahrer aus Deutschland brach plötzlich am Rand der bekannten Ciampinoi-Abfahrt im Skigebiet Gröden zusammen. Was als entspannter Urlaubstag begann, entwickelte sich binnen Sekunden zu einem Kampf um Leben und Tod. Nur dem beherzten und fachkundigen Handeln der örtlichen Einsatzkräfte ist es zu verdanken, dass die Situation ein glückliches Ende fand.
Blitzschnelle Reaktion der Pistenpolizei
Als der Notruf bei der Leitstelle einging, zählte jede Sekunde. Die Carabinieri-Skifahrer der Station Wolkenstein waren, unterstützt durch spezialisiertes Personal des Ausbildungszentrums für Gebirgstruppen, unmittelbar zur Stelle. Vor Ort bot sich den Beamten ein kritisches Bild: Der Mann war bereits bewusstlos und befand sich in einer lebensbedrohlichen Verfassung. Ohne zu zögern, leiteten die Militärpolizisten erweiterte Erste-Hilfe-Maßnahmen ein.
Besonders entscheidend für den Ausgang des Notfalls war der sofortige Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED). In Kombination mit einer intensiven Reanimation und der Gabe von Sauerstoff gelang es den Carabinieri, den Zustand des Patienten so weit zu stabilisieren, dass er für den weiteren Transport vorbereitet werden konnte. Dieser koordinierte Ski-Einsatz in Gröden unterstreicht die hohe medizinische Kompetenz und Professionalität, die die Beamten im Pisten- und Rettungsdienst heutzutage auszeichnet.
Erfolgreiche Rettungskette bis nach Deutschland
Kurz nach der Erstversorgung durch die Polizei traf der Rettungshubschrauber des Dienstes „Aiut Alpin Dolomites“ an der Unfallstelle ein. Das medizinische Team übernahm den stabilisierten Patienten und flog ihn auf direktem Weg in das Zentralkrankenhaus nach Bozen. Dort erhielt der Deutsche umgehend die notwendige spezialisierte medizinische Betreuung.
Nach einer entsprechenden stationären Behandlung und Pflege konnte der Mann schließlich zur weiteren Genesung in seine Heimat nach Deutschland überführt werden. Wie die Behörden mitteilen, ist sein Zustand mittlerweile stabil, und er schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Dieser Vorfall verdeutlicht die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Carabinieri der Kompanie St. Ulrich, den spezialisierten Bergrettern und dem gesamten sanitären Notfallsystem. Es ist ein greifbares Beispiel dafür, dass eine perfekt funktionierende Rettungskette im alpinen Gelände den entscheidenden Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen kann.




















