Rom – In einer konzertierten Aktion haben Spezialeinheiten der Sicherheitskräfte am gestrigen Tag das römische Viertel Quarticciolo unter ihre Kontrolle gebracht. Ziel des Einsatzes war die Zerschlagung lokaler Strukturen im illegalen Drogenhandel, der in diesem Teil der italienischen Hauptstadt seit Langem ein Problem darstellt. Die Operation wurde von der Compagnia Roma Casilina geleitet und erhielt prominente Unterstützung durch Fallschirmjäger des 1. Regiments „Tuscania“. Diese Zusammenarbeit ist Teil einer übergeordneten Sicherheitsstrategie, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft und dem Präfekten von Rom, Lamberto Giannini, entwickelt wurde.
Elite-Einsatz gegen den Drogenhandel im Zangengriff
Die Beamten gingen mit einer sogenannten „Zangentaktik“ vor, bei der alle strategisch wichtigen Zugänge zu den bekannten Drogenumschlagplätzen gleichzeitig abgeriegelt wurden. Dieser Blitzzugriff über den gesamten Tag hinweg erwies sich als äußerst effektiv: Die Verhaftungswelle rollte so schnell über das Viertel hinweg, dass es zu kuriosen Szenen kam. Zeitweise bildeten sich Schlangen von bis zu 20 potenziellen Kunden, die vergeblich auf die Verfügbarkeit von Verkäufern warteten, da die Dealer fast ausnahmslos bereits festgenommen worden waren. Insgesamt klickten bei 18 Verdächtigen die Handschellen. Unter den Inhaftierten befinden sich drei italienische Staatsbürger sowie 14 Personen nord- und zentralafrikanischer Herkunft, die alle bereits polizeibekannt waren. Eine weitere Person wurde aufgrund eines bereits bestehenden Haftbefehls wegen ähnlicher Delikte festgesetzt.
Massenhaft Drogen und Waffen sichergestellt
Während der verschiedenen Razzien, bei denen fünf Verdächtige versuchten, zu Fuß zu flüchten, konnten die Einsatzkräfte erhebliche Mengen an Rauschgift sichern. Dank des schnellen Eingreifens der „Tuscania“-Soldaten wurden die Fluchtversuche rasch unterbunden. Die Ermittler beschlagnahmten mehr als 500 Dosen Kokain und Crack. Das Rauschgift wurde teils direkt bei den Personen gefunden, teils in professionell angelegten Verstecken zwischen den Wohnblöcken aufgespürt oder aus Fenstern geworfen, als die Beamten anrückten. Neben den Betäubungsmitteln stellten die Carabinieri auch eine Schreckschusspistole sowie ein Klappmesser sicher. Die Sicherheitsbehörden kündigten an, ihre Präsenz in den Randgebieten der Hauptstadt in den kommenden Wochen weiter zu verstärken, um die Legalität und den Schutz der Bürger dauerhaft zu gewährleisten.




















