Neapel – Den Carabinieri ist am Montagmorgen ein empfindlicher Schlag gegen die organisierte Kriminalität in der Provinz Neapel gelungen. Spezialkräfte vollstreckten Haftbefehle gegen 17 Personen, die einem Camorra-Clan angehören sollen.
Die Antimafia-Staatsanwaltschaft wirft den Verdächtigen eine Reihe schwerer Verbrechen vor, darunter die Bildung einer mafiösen Vereinigung, fortgesetzte und schwere Erpressung sowie Wucher. Die Ermittlungen, die in den Jahren 2021 und 2022 liefen, konzentrierten sich auf den sogenannten „Clan della 167“ aus Arzano und den umliegenden Gemeinden. Diese Gruppierung gilt als lokaler Arm des historisch verankerten „Amato-Pagano“-Clans, der den Norden Neapels kontrolliert.
Den Ermittlungsergebnissen zufolge soll der Clan ein Terrorregime in der Region errichtet haben. Im Fokus ihrer kriminellen Aktivitäten stand offenbar die systematische Erpressung von lokalen Unternehmern und Händlern. Die Ermittler dokumentierten zudem eine hohe Gewaltbereitschaft innerhalb der Gruppe. Selbst eigene Mitglieder, die sich nicht an die Regeln hielten, sollen zur Lösung interner Konflikte brutal verprügelt worden sein.
Die Behörden betonen, dass es sich bei den Haftbefehlen um eine vorläufige Maßnahme im Rahmen der Vorermittlungen handelt. Für alle 17 Beschuldigten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.




















