Groß-Razzia am Strand: Polizei räumt in Ostia auf
Rom – Mit einem massiven Aufgebot haben die Carabinieri am Donnerstag in Ostia und im angrenzenden Naturreservat Pineta di Castel Fusano eine Großkontrolle durchgeführt. Ziel der Aktion war der Kampf gegen illegale Machenschaften, Umweltverschmutzung und die hohe Brandgefahr im beliebten Pinienwald. An dem Einsatz waren neben den örtlichen Kräften auch Spezialeinheiten wie die Forstpolizei, die Reiterstaffel und ein Hubschrauber beteiligt.
Erpresserischer Parkwächter festgenommen
Den Beamten ging unter anderem ein 51-jähriger Mann ins Netz, der am Piazzale Magellano als illegaler Parkwächter Autofahrer bedrohte. Er forderte Geld und drohte damit, die Fahrzeuge zu beschädigen, falls sie nicht zahlen. Der Mann wurde auf frischer Tat ertappt und verhaftet. Eine zweite Festnahme betraf eine 42-jährige Frau, gegen die bereits ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Rom vorlag. Sie wurde in das Rebibbia-Gefängnis gebracht.
Die Kontrollen richteten sich auch gegen illegale Händler und Kriminalität auf den Straßen. Fünf weitere Personen wurden wegen der Tätigkeit als illegale Parkwächter angezeigt. Bei einer Verkehrskontrolle entdeckten die Beamten bei einem Mann ein Messer mit einer 18,5 Zentimeter langen Klinge. Sieben illegale Straßenverkäufer erhielten Bußgelder in einer Gesamthöhe von 20.000 Euro. Zudem beschlagnahmten die Carabinieri rund 170 Kilogramm Unrat und Gerümpel, das als leicht entzündliches Material eine Gefahr für den Wald darstellte.
Auch Gastronomiebetriebe wurden ins Visier genommen. In einem Restaurant in der Via dei Velieri deckten die Ermittler einen schwarz angestellten Arbeiter auf. Der Betrieb wurde vorläufig geschlossen, der Inhaber muss 6.400 Euro Strafe zahlen. In einer Bar am Viale del Mediterraneo stellten die Kontrolleure Hygienemängel fest und verhängten ein Bußgeld von 3.000 Euro.
Insgesamt wurden bei der Razzia 184 Personen und 73 Fahrzeuge kontrolliert. Zudem wurden 16 Personen wegen Drogenbesitzes bei der Präfektur gemeldet und 32 Verkehrsdelikte mit Strafen von fast 17.000 Euro geahndet.




















