Trotz Annäherungsverbot: Mann flüchtet mit Partnerin vor Polizei
Terni – Eine alltägliche Verkehrskontrolle hat in Terni zu einer kurzen Verfolgungsjagd und einer unerwarteten Festnahme geführt. Ein 30-jähriger Mann wurde verhaftet, weil er sich trotz eines gerichtlichen Annäherungsverbots bei seiner Partnerin aufhielt – die mit den gemeinsamen Kindern ebenfalls im Fluchtauto saß.
Einer Streife der Carabinieri fiel in der Viale Trento ein Fahrzeug auf, das deutlich zu schnell fuhr. Als der Fahrer die Beamten bemerkte, beschleunigte er sofort und versuchte zu entkommen. Nach einer kurzen Verfolgung konnten die Polizisten den Wagen in der Via Kuliscioff sicher stoppen. Im Auto befanden sich fünf Personen: der Fahrer und ein Beifahrer vorne, auf der Rückbank eine Frau mit zwei kleinen Kindern.
Den Carabinieri stach sofort eine elektronische Fußfessel am Knöchel des Beifahrers ins Auge. Ein Abgleich der Daten bestätigte den Verdacht: Gegen den 30-Jährigen bestand eine richterliche Anordnung, die ihm jeglichen Kontakt zu seiner Partnerin verbot. Grund dafür waren vorangegangene Anzeigen wegen Misshandlung und Körperverletzung.
Bei der Frau auf dem Rücksitz handelte es sich um genau diese Partnerin. Wie sich herausstellte, hatte sie ihr persönliches Anti-Stalking-Gerät, das im Notfall Alarm auslösen sollte, absichtlich zu Hause gelassen. Der Mann wurde noch vor Ort festgenommen und zunächst unter Hausarrest gestellt.
Das Strafverfahren befindet sich in der Phase der Vorermittlungen. Für den Beschuldigten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.




















