Triggiano – In der Nacht des 9. Januars führte ein spektakulärer Selbstunfall zu einem der größten Rauschgiftfunde der letzten Wochen in der Region Apulien. Ein 37-jähriger Mann aus Triggiano verlor unter bislang ungeklärten Umständen die Kontrolle über sein Fahrzeug, woraufhin sich der Wagen überschlug. Dieser Vorfall rief die Carabinieri des Nucleo Operativo e Radiomobile auf den Plan, deren anschließende Ermittlungen weit über die Unfallaufnahme hinausgingen.
Ein nächtlicher Unfall mit weitreichenden Folgen
Was zunächst wie ein reiner Verkehrsunfall ohne Fremdbeteiligung aussah, weckte bei den erfahrenen Militärpolizisten der Compagnia di Triggiano schnell Misstrauen. Im Zuge der weiteren Nachforschungen entschlossen sich die Beamten, eine Wohnung des Unfallfahrers in Triggiano genauer zu untersuchen. Die Vermutung der Ermittler sollte sich bald bestätigen: Das Apartment diente offenbar nicht als Wohnraum, sondern als strategisches Depot für illegale Substanzen.
Tarnung als Kaugummi unter Müllsäcken entdeckt
Bei der Durchsuchung stießen die Beamten unter mehreren Müllsäcken auf ein massives Drogenversteck. Insgesamt wurden rund neun Kilogramm Rauschgift sichergestellt. Besonders auffällig war die Art der Verpackung: Die Droge war in kleine Päckchen portioniert, die optisch herkömmlichen Kaugummi-Verpackungen täuschend ähnlich sahen. Diese Form der Tarnung deutet auf eine hohe Professionalität beim Transport und dem geplanten Verkauf hin.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 37-Jährige in das Gefängnis von Bari gebracht, wo er nun der zuständigen Justizbehörde zur Verfügung steht. Die Carabinieri betonten, dass sich das Verfahren aktuell in der Phase der Vorermittlungen befindet und die endgültige Schuldfrage erst in einem ordentlichen Prozess geklärt werden muss. Dennoch ist die Beschlagnahmung dieser Menge ein empfindlicher Schlag gegen die lokale Drogenszene in der Provinz Bari.





















