Verseuchtes Wasser an Privathaus geliefert
Canicattì – Ein Mann aus der Region muss sich wegen des Handels mit gesundheitsschädlichen Lebensmitteln verantworten. Er soll rund 5.000 Liter mit Bakterien verseuchtes Wasser aus einem Tankwagen verkauft haben. Die Carabinieri kamen ihm bei einer Kontrolle auf die Spur.
Die Ermittlungen begannen bereits Mitte Mai. Damals beobachteten Beamte den Mann, wie er Wasser aus seinem Tanklaster in die Zisterne eines privaten Anwesens pumpte. Auf Nachfrage konnte der Lieferant keinerlei Papiere vorweisen – weder zur Herkunft und Qualität des Wassers noch die für diesen Transport nötigen Genehmigungen. Die Beamten verhängten zunächst eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 5.500 Euro und verboten ihm die Fortführung seiner Tätigkeit.
Entscheidend war jedoch eine Wasserprobe, die die Carabinieri bei der Kontrolle entnommen hatten. Das örtliche Gesundheitsamt (ASP) in Agrigent untersuchte die Probe im Labor. Das Ergebnis war alarmierend: Das Wasser enthielt Kolibakterien, Escherichia coli und intestinale Enterokokken. Diese Bakterien sind ein klarer Hinweis auf eine Verunreinigung und stellen eine potenzielle Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar.
Aufgrund der Laborergebnisse wurde der Mann nun bei der Staatsanwaltschaft in Agrigent angezeigt. Es gilt die Unschuldsvermutung; ein mögliches Gerichtsverfahren wird die tatsächliche Verantwortlichkeit klären müssen.




















