Ischia – Es passierte zur Abendessenszeit und endete in einer brutalen Attacke. Ein 25-jähriger, stark alkoholisierter Mann hat seiner 23-jährigen Partnerin aus Eifersucht schwere Verletzungen zugefügt. Besonders tragisch: Während der Angriffe hielt die junge Frau ihren erst neun Tage alten Säugling in den Armen und versuchte, ihn vor den Schlägen des Vaters zu schützen.
Flucht in die Bruderschaft
Der Angreifer schlug der 23-Jährigen mehrfach gegen den Kopf und biss ihr schließlich in die Wange. Die Schreie der Frau waren bis auf die Straße zu hören. Um ihr Kind zu retten, schloss sie schließlich die Wohnungstür ab, rannte ins Freie und suchte in den offenen Räumlichkeiten einer nahegelegenen Bruderschaft, in der gerade eine Versammlung stattfand, Zuflucht. Von dort aus wurde umgehend der Notruf 112 verständigt.
Die alarmierten Carabinieri trafen wenig später ein. Der Rettungsdienst brachte das Opfer mit einem stark geschwollenen Gesicht und sichtbaren Bisswunden in das Krankenhaus Rizzoli. Die Ärzte stellten Hämatome, Rötungen und Bissspuren fest und gaben eine Heilungsdauer von zehn Tagen an.
Eine lange Leidensgeschichte
Als die Beamten die gemeinsame Wohnung betraten, roch es bereits von Weitem nach Rum. Der 25-Jährige wurde umgehend festgenommen und wartet nun auf sein Gerichtsverfahren.
Die polizeilichen Ermittlungen zeigten, dass diese Eskalation nur der traurige Höhepunkt einer langen Reihe von Gewalttaten war. Seit fast zwei Jahren ist das Paar zusammen. Bereits in der Vergangenheit war es zu Schlägen, Bissen und ausgerissenen Haaren gekommen. Die Frau hatte die Taten nie zur Anzeige gebracht, sie jedoch lückenlos mit Fotos der Verletzungen auf ihrem Smartphone dokumentiert. Zwischenzeitlich war sie bereits zu ihrer Mutter gezogen, hatte dem Mann aber „für das Kind“ noch einmal verziehen. Genau dieses Neugeborene in ihren Armen gab ihr nun die Kraft, die Gewaltspirale endgültig durch eine Anzeige zu durchbrechen.




















