Cortazzone – Am 31. März wurde eine 73-jährige Frau aus Cortazzone, einem kleinen Dorf mit knapp 600 Einwohnern in der Provinz Asti, Opfer eines dreisten Betrugs. Ein 24-jähriger Mann aus Mittelitalien hatte sich als Angehöriger der Carabinieri ausgegeben und die Seniorin mit Hilfe von Komplizen getäuscht.
Der Trick mit dem falschen Polizisten
Zur Mittagszeit erhielt die Frau einen Anruf von einem angeblichen Maresciallo. Dieser behauptete, ihr Auto sei in einen Raubüberfall verwickelt. Für technische Überprüfungen müsse sie umgehend ihre familiären Wertgegenstände an einen Kollegen übergeben. Kurz darauf stand der 24-jährige Täter an ihrer Haustür, nahm die Wertsachen an sich und flüchtete mit einem Fahrzeug in Richtung der piemontesischen Hauptstadt. Zuvor war der Mann am Bahnhof Turin Porta Nuova angekommen und mit dem Auto in die kleine Gemeinde gefahren.
Festnahme an der Mautstelle
Die Flucht endete jedoch an der Autobahnmautstelle Trofarello. Dort griffen die Carabinieri der Einsatzgruppe der Kompanie San Carlo aus Turin ein. Der junge Mann versuchte noch, den Beamten zu entkommen, wurde aber nach einer kurzen Verfolgungsjagd zu Fuß gestoppt. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Ermittler den gestohlenen Goldschmuck – darunter das einzige Andenken an die Mutter des Opfers – sowie 325 Euro in bar.
In der Zwischenzeit hatte die Seniorin den Betrug bemerkt. Die Carabinieri der Station Montafia nahmen die Anzeige auf und koordinierten sich mit ihren Turiner Kollegen, die den Täter gerade gefasst hatten. Der Haftrichter hat die Festnahme auf Antrag der Staatsanwaltschaft Turin mittlerweile bestätigt. Da die Maßnahmen während der Voruntersuchungen erlassen wurden, gilt für den Beschuldigten weiterhin die Unschuldsvermutung.
In den vergangenen Tagen besuchten die Beamten die 73-Jährige, um ihr das gesamte gestohlene Gold und das Bargeld wieder sicher zu übergeben.




















