Città della Pieve/Po‘ Bandino – Es sind Worte, die einen Abgrund an Kälte und Berechnung offenbaren. Nur wenige Augenblicke bevor sich die tödliche Tragödie in einem Wohnhaus im Ortsteil Po‘ Bandino ereignete, verschickte der Täter eine letzte, verhängnisvolle Botschaft. „Ich gehe weg und nehme Mama mit, nur um dir eins auszuwischen.“ Dieser Satz, gesendet von Antonio Iacobellis an Andrea, den 35-jährigen Sohn seiner Lebensgefährtin Stefania Terrosi, markiert den schrecklichen Endpunkt einer toxischen Beziehung.
Wie der Sohn nun gegenüber italienischen Medien rekonstruierte, erreichte ihn die Nachricht am Samstagmorgen um exakt 11:15 Uhr. Doch das Schicksal wollte es, dass er die Warnung zunächst nicht sah. Andrea befand sich zu diesem Zeitpunkt in seiner Garage, wo sein Mobiltelefon keinen Empfang hatte. Erst als er wieder ins Haus ging, bemerkte er das Unheil. Seine eigene Lebensgefährtin war bereits in Panik, da auch sie, ebenso wie Verwandte des Täters in Bari und dessen Tochter, ähnliche Abschiedsnachrichten erhalten hatte.
Eine angekündigte Trennung?
Das Verhältnis zwischen dem Sohn des Opfers und dem Täter, einem ehemaligen Unteroffizier der Luftwaffe, war bereits seit Monaten zerrüttet. „Es gab keinen Kontakt mehr, wir hatten einfach unterschiedliche Vorstellungen vom Leben“, erklärt Andrea. Auch zwischen dem Paar kriselte es heftig. Stefania Terrosi hatte am 18. November ein klärendes Gespräch gesucht und Iacobellis mitgeteilt, dass eine räumliche Trennung und eine Beziehungspause unumgänglich seien. Doch der Ex-Militär akzeptierte das Ende nicht und verblieb im gemeinsamen Haus.
Zu spät am Tatort
Als der Sohn die bedrohlichen Nachrichten endlich las, raste er sofort zum Haus seiner Mutter. Doch jede Hilfe kam zu spät. Vor dem Gebäude hatten sich bereits die Carabinieri positioniert. Andrea übergab den Beamten die Wohnungsschlüssel, betrat den Tatort jedoch selbst nicht mehr. Im Inneren fanden die Einsatzkräfte die Leichen von Stefania Terrosi und Antonio Iacobellis. Der Mann hatte seine Partnerin erschossen und sich anschließend selbst gerichtet – genau so, wie er es in seiner letzten Nachricht als grausamen Racheakt angekündigt hatte.




















