Massive Verstöße aufgedeckt: Behörden schließen Lido
Melito di Porto Salvo – Eine großangelegte Kontrolle in einem Strandbad bei Melito di Porto Salvo hat eine ganze Reihe von schweren Vergehen ans Licht gebracht. Die Carabinieri führten die Razzia gemeinsam mit dem Arbeitsinspektorat von Reggio Calabria und der örtlichen Gesundheitsbehörde durch. Für den Betreiber hat das nun ernste Konsequenzen.
Den Ermittlern fiel sofort ein illegaler Stromanschluss auf. Offenbar hatte der Unternehmer die Verteilerkabel manipuliert und so systematisch Strom abgezapft. Der Schaden für den Energieversorger wird auf über 56.000 Euro geschätzt. Der Mann wurde wegen Stromdiebstahls und illegaler Landnahme bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.
Doch damit nicht genug. Bei der Inspektion stießen die Beamten auf zwei Arbeiter, die nicht ordnungsgemäß angemeldet waren. Allein für diese Schwarzarbeit wurde eine Verwaltungsstrafe von 13.600 Euro verhängt. Wegen weiterer schwerwiegender Mängel bei der Arbeitssicherheit, wie etwa einem fehlenden Risikobewertungsdokument, ordneten die Behörden die sofortige Schließung des Betriebs an.
Der Betreiber hatte sich zudem einfach ein Stück öffentlichen Strandes angeeignet. Er installierte dort ohne Genehmigung 26 Sockel für Sonnenschirme, sieben Schirme und zwei Liegestühle. Die gesamte Ausrüstung wurde präventiv beschlagnahmt. Auch in der Küche gab es Beanstandungen: Die Beamten stellten rund 140 Kilogramm Fischprodukte sicher, deren Herkunft nicht nachgewiesen werden konnte.
Gegen den Unternehmer läuft nun ein Ermittlungsverfahren. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für ihn die Unschuldsvermutung.




















