Die Ermittlungen kamen ins Rollen, nachdem die Familie des Mannes im Oktober 2022 Anzeige erstattet hatte. Sie schöpften Verdacht, dass die entfernte Cousine versuchte, sich das Geld des 62-Jährigen anzueignen, und wandten sich an die örtliche Carabinieri-Station.
Die Ermittler deckten ein ausgeklügeltes System auf. Die Frau nutzte offenbar das Vertrauensverhältnis und die geistige Einschränkung des Opfers aus. Sie überredete ihn, mehrere Bank- und Postkonten zu eröffnen und sie als Mitinhaberin eintragen zu lassen. Zwischen Oktober 2022 und Januar 2023 soll sie den Mann dann dazu gebracht haben, hohe Geldbeträge von seinem Privatkonto auf die neuen, gemeinsamen Konten zu überweisen. Sobald das Geld dort eingegangen war, hob die 56-Jährige es ab. Insgesamt erbeutete sie so über 400.000 Euro.
Aufgrund der gesammelten Beweise wurde die Frau bei der Staatsanwaltschaft von Avellino angezeigt. Die Behörde hat die vorläufigen Ermittlungen inzwischen abgeschlossen und teilt die Einschätzung der Carabinieri. Die Frau muss sich nun für ihre Taten verantworten.




















