Schlag gegen Mafia-Clans: Neun Verdächtige nach Mordserie festgenommen
Foggia – Die Spezialeinheit ROS der Carabinieri hat heute Morgen in der Provinz Foggia neun Verdächtige festgenommen. Ihnen wird die Beteiligung an drei Morden vorgeworfen, die zwischen 2011 und 2016 in Manfredonia und Mattinata verübt wurden. Die Operation wurde von der Sondereinheit ROS geleitet und vom Provinzkommando Foggia sowie einer Lufteinheit unterstützt.
Die Ermittler ordnen die Taten der jahrelangen und blutigen Fehde zwischen zwei Mafia-Clans zu: dem Clan „Romito-Lombardi-Ricucci“ und dem der „li Bergolis“. Dieser Konflikt hat in der Vergangenheit bereits zahlreiche Morde und Mordversuche gefordert.
Opfer spurlos verschwunden
Zwei der Morde, die in den Jahren 2011 und 2016 stattfanden, wurden nach der Methode der sogenannten „lupara bianca“ ausgeführt. Dabei ließen die Täter die Leichen ihrer Opfer gezielt verschwinden, um die Aufklärung zu erschweren. Ein drittes Tötungsdelikt aus dem Jahr 2014 war ein klassischer bewaffneter Mafia-Hinterhalt.
Einige der Beschuldigten sind den Behörden bestens bekannt. Drei von ihnen wurden bereits in der Vergangenheit im Rahmen der Operation „Omnia Nostra“ rechtskräftig als Mitglieder des „Romito-Lombardi-Ricucci“-Clans verurteilt. Drei weitere warten in diesem Fall noch auf ihr Urteil. Vier der heute betroffenen Personen saßen bereits wegen anderer Delikte im Gefängnis.
Die Beweislast gegen die Verdächtigen stützt sich auf abgehörte Gespräche, kriminaltechnische Untersuchungen, übereinstimmende Aussagen mehrerer Kronzeugen sowie Bilder aus Überwachungskameras. Weitere Details wird die Staatsanwaltschaft Bari im Laufe des Vormittags auf einer Pressekonferenz bekannt geben. Für alle Verdächtigen gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.




















