Catania – Ein Blitzschlag am Ätna hat einen Touristen aus den USA das Leben gekostet. Der 30-Jährige ist am Sonntagabend auf der Ostflanke des Vulkans von einem Gewitter überrascht worden und starb kurz darauf im Krankenhaus von Catania.
Blitzschlag am Ätna: Was am Sonntagabend geschah
Der Notruf ging kurz vor 20 Uhr ein. Eine andere Besuchergruppe hatte den Mann reglos am Boden gefunden, im Bereich der Rocca Capra in der Valle del Bove an der Ostflanke des Vulkans.
Die Feuerwehr schickte den Hubschrauber Drago 142 ihrer Fliegerstaffel in Catania. Zusammen mit Technikern der Bergrettung CNSAS holte die Besatzung den Verunglückten aus dem unwegsamen Gelände. Sein Zustand war zu diesem Zeitpunkt bereits kritisch. Im Krankenhaus Cannizzaro in Catania kam er nach Angaben der Rettungskräfte ohne Lebenszeichen an, die Ärzte konnten nur noch den Tod feststellen.
Der Name des Mannes wurde nicht veröffentlicht. Beim Alter weichen die Angaben voneinander ab: ANSA und Adnkronos berichten von einem 30-Jährigen, die Agentur LaPresse nennt 29 Jahre.
Welche Zonen am Ätna gesperrt sind
Nach Darstellung der Behörden war der Wanderer in einem gesperrten Bereich unterwegs. Der Zivilschutz hält die Gipfelzone des Vulkans seit den jüngsten Eruptionen für Besucher geschlossen. Die Sperre gilt für die Hänge oberhalb von rund 2.500 Metern im Süden, Westen und Norden sowie für die obere Valle del Bove bis etwa 1.700 Meter. Die Guardia di Finanza und der Forstdienst kontrollieren die Zugänge.
Für den Sonntag hatte der sizilianische Zivilschutz außerdem die Warnstufe Gelb wegen Gewittern ausgegeben. Warum der Mann trotz der Sperre aufgestiegen war, ist bislang nicht geklärt.
Zweiter Blitztoter am selben Tag
In Südtirol starb am selben Tag ein weiterer Wanderer durch einen Blitz. Der Einheimische war am Piz Starlex auf 3.075 Metern unterwegs; Einsatzkräfte fanden ihn in der Nacht auf Montag auf rund 2.600 Metern. Sein letzter Anruf war laut ANSA gegen 13 Uhr vom Gipfelbereich aus erfolgt, kurz bevor das Gewitter aufzog.




















