Como – Am Nachmittag des 5. März 2026 gelang den Carabinieri der Kompanie Como ein bedeutender Schlag gegen den organisierten Trickbetrug. In Albese con Cassano wurden zwei Verdächtige auf frischer Tat festgenommen, nachdem sie versucht hatten, einen 83-jährigen Rentner mit der berüchtigten Masche der „falschen Carabinieri“ um seine Ersparnisse zu bringen. Bei den Festgenommenen handelt es sich um eine 25-jährige Italienerin aus der Provinz Neapel, die bereits polizeibekannt ist, sowie einen 21-jährigen Tunesier mit Wohnsitz in Salerno.
Die Masche mit der falschen Identität
Dem Einsatz gingen zahlreiche Meldungen besorgter Bürger aus der Region voraus. Diese berichteten der Einsatzzentrale von verdächtigen Telefonanrufen, bei denen sich die Anrufer als Beamte der Carabinieri ausgaben. Die Betrüger erzählten den kontaktierten Personen meist, dass Angehörige in schwere juristische Auseinandersetzungen verwickelt seien und forderten zur Abwendung von Konsequenzen hohe Geldbeträge oder Schmuck. Im speziellen Fall des 83-Jährigen aus Albese con Cassano behaupteten die Kriminellen gegenüber dessen Ehefrau, der Ehemann sei mit seinem Wagen in einen Raubüberfall verwickelt worden.
Um die angebliche Unschuld des Mannes zu beweisen, forderten die Täter die Herausgabe von Goldschmuck. Dieser sollte angeblich für einen Abgleich mit Beutestücken aus dem Raubüberfall dienen. Das Seniorenpaar durchschaute den hinterhältigen Plan jedoch sofort und wählte umgehend den Notruf 112, anstatt auf die Forderungen einzugehen.
Fluchtversuch im Müllcontainer scheiterte
Aufgrund der vorangegangenen Warnungen befanden sich bereits mehrere Patrouillen in der Nähe des Einsatzortes. Die Beamten konnten die 25-jährige Frau unmittelbar in der Nähe des Hauses der Opfer abfangen. Ihr Komplize versuchte zunächst, zu Fuß zu entkommen. In seiner Verzweiflung suchte der 21-Jährige ein ungewöhnliches Versteck: Er kletterte in einen Müllcontainer, um sich dem Zugriff der Einsatzkräfte zu entziehen. Die Carabinieri entdeckten ihn jedoch binnen kürzester Zeit und nahmen auch ihn fest.
Die beiden Verdächtigen wurden in die Sicherheitszellen des Kommandos in Como gebracht und warten dort auf ihr Schnellverfahren. Derzeit prüfen die Ermittler, ob das Duo für weitere ähnliche Taten verantwortlich ist, die sich in jüngster Zeit im Raum Como ereignet haben. Die Sicherheitsbehörden lobten das vorbildliche Verhalten des Ehepaares und betonten erneut, dass Beamte niemals telefonisch oder an der Haustür um Geld oder Wertsachen bitten würden.




















