Landesweiter Bahnstreik legt den Zugverkehr für 24 Stunden lahm
Ausstand von Donnerstagabend bis Freitagabend – Fähren nach Sizilien und Sardinien schon ab Mittwoch
Rom – Wer in diesen Tagen mit der Bahn durch Italien reist, muss sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Von Donnerstagabend, 23. Juli, 21 Uhr bis Freitagabend, 24. Juli, 21 Uhr wird der Zugverkehr landesweit bestreikt – im Personen- wie im Güterverkehr. Zu dem 24-stündigen Ausstand haben die Basisgewerkschaften aufgerufen.
Betroffen sind die großen Gesellschaften, darunter Trenitalia, Italo und der Regionalbetreiber Trenord, sowie zahlreiche lokale Bahnunternehmen. Als Gründe nennen die Gewerkschaften die hohe Arbeitsbelastung des Personals, den Streit um eine Ausschreibung im Intercity-Verkehr sowie Forderungen nach mehr Sicherheit. Für Reisende bedeutet das gestrichene Verbindungen, Verspätungen und volle Ersatzzüge.
Wichtig für die Planung sind die gesetzlich garantierten Zeitfenster: An Werktagen bleiben in den Morgenstunden zwischen 6 und 9 Uhr sowie am Abend zwischen 18 und 21 Uhr Mindestleistungen gesichert; einige Fernzüge fahren garantiert. Da diese Garantiefenster vor allem werktags greifen, gelten der späte Freitagabend und die Nacht als besonders kritisch. Fahrgästen wird geraten, ihre Verbindung kurz vor Reiseantritt in Echtzeit zu prüfen und bei ausgefallenen Zügen eine Erstattung zu beantragen.
Nicht nur die Schiene ist betroffen. Bereits ab Mittwochmittag, 22. Juli, legte die Reederei Grandi Navi Veloci für 24 Stunden die Arbeit nieder. Betroffen sind Fährverbindungen nach Sizilien und Sardinien – ein Ausstand, der mitten in der Ferienhochsaison viele Urlauber trifft, die auf die Inseln übersetzen wollen.
Damit nicht genug: Für Freitag sind zusätzlich lokale Streiks im Nahverkehr angekündigt, unter anderem in Salerno und in den Marken. Am Samstag folgt ein Ausstand der Busbetreiber auf Sardinien. Wer in den kommenden Tagen unterwegs ist, sollte Pufferzeiten einplanen, Alternativen wie Fernbusse oder Mietwagen prüfen und Anschlüsse großzügig kalkulieren. Vor allem bei Fahrten zu Flughäfen oder Fährhäfen empfiehlt es sich, deutlich früher aufzubrechen.




















