Barcis (PN) – Im Lago di Barcis in der Provinz Pordenone ist am frühen Samstagabend ein 24-jähriger US-Amerikaner ertrunken. Der Mann gehörte nach Angaben der US-Luftwaffenbasis Aviano zum aktiven Personal des 31st Aircraft Maintenance Squadron.
Wie kam es zu dem Badeunfall am Lago di Barcis?
Der 24-Jährige war nach übereinstimmenden Berichten italienischer Medien mit drei Begleitern am Seeufer unterwegs. In der Nähe einer Felshöhle ging er ins Wasser, tauchte den Schilderungen zufolge noch einmal auf und verschwand dann unter der Oberfläche. An dieser Stelle ist der See rund sechs Meter tief. Der Notruf erreichte die regionale Leitstelle am 8. August gegen 18.15 Uhr; die Zeitangaben schwanken je nach Quelle zwischen 18.15 und 18.30 Uhr.
Der Badeunfall im Lago di Barcis
Ein 24-jähriger US-Soldat der Basis Aviano ertrank am 8. August 2026 im Stausee von Barcis in der Provinz Pordenone. Die Carabinieri ermitteln zum Hergang.
Stand: 9. August 2026 · Angaben laut ANSA, Sky TG24, Adnkronos, Il Gazzettino und PordenoneOggi.
Rettungstaucher bergen den 24-Jährigen aus dem See
Zum Einsatz kamen Feuerwehrtaucher aus Triest, Wasserrettungseinheiten aus Pordenone und Maniago, ein Rettungshubschrauber und ein Rettungswagen aus Cimolais. Die Taucher fanden den jungen Mann unter Wasser und brachten ihn an Land. Notfallmediziner versuchten es mit Wiederbelebung und Intubation, ohne Erfolg. Der Leichnam wurde in die Leichenhalle des Krankenhauses von Maniago gebracht, über eine Obduktion entscheidet die Staatsanwaltschaft. Den Hergang klären die Carabinieri der Stationen Montereale Valcellina und Cimolais.
Die Luftwaffenbasis Aviano teilte mit, man arbeite mit den italienischen Behörden zusammen; die Ermittlungen zur Todesursache dauerten an. Die Identität des Mannes wurde zunächst zurückgehalten, bis die Angehörigen benachrichtigt seien. Ein einzelnes Lokalmedium nannte bereits einen Namen, andere Quellen bestätigten ihn bislang nicht.
Warum ist das Baden im Lago di Barcis verboten?
Der Lago di Barcis ist kein natürlicher Badesee, sondern ein Stausee im Valcellina, dem Tal des Flusses Cellina im Westen von Friaul-Julisch Venetien. Das Becken dient der Stromerzeugung und der Bewässerung, für den Bereich des Unglücks gilt ein Badeverbot. Als Ausflugsziel ist der smaragdgrün schimmernde See dennoch gefragt: Rund um das Ufer verlaufen Wander- und Radwege, auf dem Wasser sind Kanu, Kajak und Segeln möglich.
Wenige Kilometer südlich liegt der Militärflugplatz Aviano, Standort des 31st Fighter Wing der US Air Force. Zur nächstgelegenen Provinzhauptstadt Pordenone sind es vom See aus rund 30 Kilometer.




















