Rom – Eine Hitzewelle rollt auf Italien zu. Ab Mittwoch bringt ein afrikanisches Hochdrucksystem sommerliche Temperaturen vor allem in den Zentrum und den Süden des Landes. Laut dem Meteorologen Claudio Tei vom Konsortium Lamma – einem Zusammenschluss der Region Toskana und des Nationalforschungsrats CNR – liegen die Temperaturen dann bis zu vier Grad über dem saisonalen Durchschnitt.
Foggia mit 36 Grad an der Spitze
Die heißesten Werte erwartet Tei in den Binnenregionen Apuliens, Siziliens und Sardiniens. Im Raum Foggia sollen bis zu 36 Grad erreicht werden. Auch Bologna, Florenz, Foggia und Catania überschreiten ab Mittwoch die 32-Grad-Marke. In Rom und Cagliari fällt die Hitze etwas moderater aus. An den Küsten dämpft die Brise die Temperaturen – dort bleibt es meist unter 30 Grad.
Für den Norden zeichnet sich ein anderes Bild ab: Noch zwei bis drei Tage Regen und Gewitter, bevor das Hoch auch dort für Besserung sorgt. Am Dienstag drohen an Alpen und Voralpen heftige Unwetter mit Hagel und starken Windböen, die sich abends bis in die Ebenen von Piemont, Lombardei und dem Triveneto ausbreiten können. Auch die Küsten der nördlichen Adria geraten in den Einflussbereich einer atlantischen Störungsfront.
Klimawandel als Verstärker
Tei nennt als Ursache das Zusammenspiel des Azorenhochs mit dem afrikanischen Antizyklonen, schwachen Winden und einer ohnehin schon erhöhten Ausgangsbasis – ein Effekt des Klimawandels. Zum Wochenende stabilisieren sich die Temperaturen auch im Norden und steigen dort wieder auf bis zu 30 Grad. Der Sommer zeigt damit früh, was er kann.



















