Dritte Hitzewelle bringt Italien bis zu 43 Grad
Vor dem 20. Juli ist keine spürbare Entspannung in Sicht
Rom – Über Italien baut sich die dritte große Hitzewelle des Sommers auf. Mit einem kräftigen afrikanischen Hoch steigen die Temperaturen vielerorts deutlich über 40 Grad; die Weltgesundheitsorganisation warnt vor Spitzenwerten von bis zu 43 Grad und spricht mit Blick auf ganz Europa von weiteren „tödlichen Wochen“. Zahlreiche Städte wurden auf die höchste Warnstufe gesetzt, die im italienischen System als „bollino rosso“ bezeichnet wird.
Am heißesten dürfte es in den Innenstädten und in der Po-Ebene werden, wo die Hitze sich staut und die Nächte kaum noch Abkühlung bringen. Meteorologen rechnen damit, dass die Belastung bis mindestens zum 20. Juli anhält. Erst danach könnte eine leichte Entspannung folgen – sicher ist das jedoch nicht, denn die Hochdrucklage erweist sich als ausgesprochen stabil.
Wie außergewöhnlich der Sommer verläuft, zeigen aktuelle Daten des europäischen Klimawandeldienstes Copernicus: Der Juni 2026 war demnach für Westeuropa der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen. Fachleute verweisen darauf, dass solche Extreme im Zuge des Klimawandels häufiger und intensiver auftreten und die klassische Sommerhitze zunehmend an ihre gesundheitlichen Grenzen führt.
Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, die Mittagsstunden im Freien zu meiden, ausreichend zu trinken und besonders auf ältere Menschen, Kinder und Kranke zu achten. In mehreren Regionen steigt zudem die Waldbrandgefahr deutlich an. Schon in den vergangenen Wochen hatte die Hitze das Land fest im Griff.
Für Reisende bedeutet der Hochsommer erneut extreme Bedingungen. Wer eine Städtereise plant, sollte Besichtigungen in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden legen und genügend Pausen im Schatten einplanen. In den Küstenorten und in den Bergen fällt die Hitze naturgemäß erträglicher aus als in den aufgeheizten Metropolen des Landesinneren.



















