Wimbledon-Aus für Flavio Cobolli
Der Italiener scheitert im Viertelfinale am Außenseiter Fery
London – Auf dem Rasen von Wimbledon ist der Lauf von Flavio Cobolli zu Ende gegangen. Der Italiener unterlag im Viertelfinale dem Briten Jacob Fery, der als Nummer 114 der Weltrangliste ins Turnier gegangen war, in drei Sätzen. Damit verpasste Cobolli den erstmaligen Einzug in ein Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier auf Gras.
Der als Außenseiter gestartete Fery zog dagegen sensationell in die Runde der letzten vier ein, wo Alexander Zverev auf ihn wartet. Für den Briten ist es der größte Erfolg seiner bisherigen Laufbahn. Cobolli, der in dieser Saison bereits im Endspiel der French Open gestanden hatte, fand auf dem Centre Court nie zu seinem druckvollen Spiel und wirkte über weite Strecken passiv.
Rund um die Partie sorgten Spannungen mit der eigenen Box für Gesprächsstoff: Immer wieder gab es sichtbare Reibereien zwischen dem Profi und seinem Vater, der ihn auch als Trainer betreut. Am Ende fehlten dem Römer die Mittel, um das Match zu drehen, und er musste dem unbekümmert aufspielenden Gegner den Vortritt lassen.
Aus italienischer Sicht endete damit ein guter Wimbledon-Auftritt vorzeitig. Auch Jasmine Paolini war zuvor im Damen-Wettbewerb ausgeschieden, sodass sich die Hoffnungen der Tifosi nun auf einen einzigen Namen konzentrieren. Jannik Sinner steht im Halbfinale und trifft dort auf Novak Djokovic – für viele das vorweggenommene Endspiel des Turniers.
Für Cobolli überwiegt trotz der Enttäuschung das Positive: Der Sprung unter die besten acht auf dem prestigeträchtigsten Rasen der Welt bestätigt seinen Aufstieg in die erweiterte Weltspitze. Die Erfahrung dürfte ihm helfen, den nächsten Schritt zu machen – auch wenn dieser Nachmittag in London zunächst schmerzt.


















