Paris – Der Weltranglistenerste Jannik Sinner ist überraschend in der zweiten Runde des Turniers von Roland Garros ausgeschieden. In einem dramatischen Match auf dem Court Philippe-Chatrier unterlag er dem Argentinier Juan Manuel Cerúndolo nach drei Stunden und 31 Minuten mit 6:3, 6:2, 5:7, 1:6 und 1:6. Ein unerwarteter körperlicher Einbruch bei extremer Hitze kostete den 24-Jährigen aus Sexten den fast schon sicheren Sieg.
Dramatischer Einbruch im dritten Satz
Das Match schien bereits entschieden: Sinner dominierte die ersten beiden Sätze und führte im dritten Durchgang souverän mit 5:1. Doch plötzlich wendete sich das Blatt. Beim Stand von 0:40 im siebten Aufschlagspiel zeigte der Weltranglistenerste deutliche Anzeichen von Erschöpfung. Er klagte über Schwindel, Übelkeit und Muskelkrämpfe. „Ich fühle mich dehydriert, ich muss mich übergeben“, vertraute er der Stuhlschiedsrichterin Aurélie Tourte an. Daraufhin begab sich Sinner für eine kurze medizinische Pause in die Umkleideräume.
Nach seiner Rückkehr auf den Platz war der Südtiroler sichtlich geschwächt und konnte das hohe Tempo nicht mehr mitgehen. Cerúndolo nutzte die Gunst der Stunde, startete eine Aufholjagd und drehte den dritten Satz zum 7:5. In den folgenden beiden Durchgängen leistete Sinner kaum noch Gegenwehr und musste sich jeweils klar mit 1:6 geschlagen geben. Die drückende Hitze in Paris forderte damit ihr nächstes prominentes Opfer. Für Sinner endet mit dieser Niederlage eine Serie von 30 Siegen in Folge. Das geplante Turnier in Halle lässt er aus, sein nächstes Ziel ist die Titelverteidigung in Wimbledon.
Cobolli souverän in Runde drei
Besser lief es für den Italiener Flavio Cobolli. Der Römer besiegte den Chinesen Yibing Wu klar in drei Sätzen mit 6:4, 6:4 und 6:4. Nach etwas mehr als zwei Stunden sicherte sich die Nummer 10 der Setzliste den Einzug in die dritte Runde und untermauerte damit seine aktuell starke Form.


















