Paris – Der erste Titel dieser Schwimm-Europameisterschaften geht nach Italien. Im gemischten Team-Wettbewerb der Wasserspringer siegte das italienische Quartett im Olympiabecken von Saint-Denis mit 410,60 Punkten und verwies das neutral startende russische Team sowie die Ukraine auf die Plätze.
Für Italien sprangen Chiara Pellacani, Matteo Santoro, Sarah Jodoin Di Maria und Raffaele Pelligra. Das Team-Event verlangt genau diese Mischung: Männer und Frauen, Brett und Turm, Einzel- und Synchronsprünge in einer gemeinsamen Wertung. Wer hier gewinnt, hat nicht die eine herausragende Nummer gezeigt, sondern über die gesamte Serie hinweg keine Schwäche geleistet.
Wasserspringen ist bei der Schwimm-EM Italiens sichere Bank
Pellacani und Santoro gehören seit Jahren zum internationalen Spitzenfeld und haben bei Welt- und Europameisterschaften bereits mehrfach Medaillen geholt; beide starteten schon bei Olympischen Spielen. Jodoin Di Maria bringt die Turmkomponente ein, Pelligra kam über die Juniorenränge in die Nationalmannschaft. Die Kombination aus erfahrenen Namen und nachrückenden Springern trägt seit einigen Saisons – das Wasserspringen hat sich neben dem Beckenschwimmen als zweites verlässliches Standbein des italienischen Verbands etabliert.
Das Team-Event ist zwar kein olympischer Wettbewerb, aber ein guter Gradmesser für die Tiefe eines Kaders. Für die italienische Mannschaft ist der Auftakterfolg vor allem ein Signal an die eigenen Leute: Die Titelkämpfe in Paris laufen noch mehrere Tage, im Becken stehen die Einzelentscheidungen erst bevor. Dort werden für Italien unter anderem Medaillen im Kunstspringen vom Ein- und Dreimeterbrett erwartet.




















