ROM – Italien hat am Dienstag (4. November) den Tag der Nationalen Einheit und der Streitkräfte (Giornata dell’Unità Nazionale e delle Forze Armate) begangen. Mit diesem Datum wird dem Ende des Ersten Weltkriegs für Italien im Jahr 1918 (Waffenstillstand von Villa Giusti) und dem Abschluss der nationalen Einigungsbewegung (Risorgimento) gedacht. Die höchsten Staatsämter ehrten die Armee und gedachten der Opfer vergangener Konflikte.
Präsident Sergio Mattarella legte am Morgen traditionell einen Lorbeerkranz am Grab des Unbekannten Soldaten am Altare della Patria (Altar des Vaterlandes) in Rom nieder. Begleitet wurde er von Premierministerin Giorgia Meloni sowie den Präsidenten von Senat und Abgeordnetenkammer, Ignazio La Russa und Lorenzo Fontana. Premierministerin Meloni würdigte via sozialer Medien den „Mut und die Hingabe“ derer, die „die Freiheit und Einheit unserer Heimat verteidigt haben“.
Mattarella: Gedenken und Ruf nach EU-Verteidigung
In einer Botschaft an Verteidigungsminister Guido Crosetto verband der Präsident das traditionelle Gedenken an die Gefallenen mit aktuellen geopolitischen Herausforderungen. Mattarella betonte, dass „neue Konflikte in Europa und im Mittelmeer“ aufgetaucht seien. Die „blutige Aggression“ Russlands gegen die Ukraine erfordere „große Aufmerksamkeit“ und eine Anpassung der militärischen Instrumente. Das Staatsoberhaupt sprach sich deutlich für die „Schaffung einer gemeinsamen europäischen Verteidigungskraft“ aus, die in enger Kooperation mit der NATO als Sicherheitsinstrument für Italien und Europa dienen müsse.
Die Hauptfeierlichkeiten fanden dieses Jahr in Ancona statt, wo Präsident Mattarella die Militärzeremonie leitete. Dort überflog auch die Kunstflugstaffel Frecce Tricolori den Hafen. Zum Abschluss der Feierlichkeiten wird der Regierungssitz Palazzo Chigi in Rom in den Nationalfarben (Tricolore) angestrahlt.




















