Rom – Das Verhältnis zwischen Meloni und Trump steht nach einem offenen Schlagabtausch unter Spannung. Der US-Präsident hat Italien erneut frontal angegriffen und der Regierung in Rom vorgeworfen, sie habe sich „sehr schlecht“ verhalten. Auslöser ist Trumps Unmut über die italienische Zurückhaltung im Iran-Konflikt, über die Nutzung amerikanischer Stützpunkte auf italienischem Boden und über aus seiner Sicht zu niedrige Verteidigungsausgaben.
Die Ministerpräsidentin reagierte zurückhaltend. Sie zeigte sich von den Worten getroffen, betonte aber, der Streit dürfe die Beziehungen zwischen Italien und den Vereinigten Staaten nicht belasten. Es gebe keinen Grund, Rückschläge zu befürchten; die Partnerschaft mit Washington sei intakt. Aus der Regierung hieß es zudem, Europa und die USA teilten gemeinsame Werte – ein Signal der Deeskalation.
Warum der Streit zwischen Meloni und Trump heikel ist
Hinter der Aufregung stehen handfeste Dossiers. Rom und Washington arbeiten an einem Abkommen über kritische Rohstoffe und an Italiens Beitritt zu einer von den USA geführten Mineralien-Allianz. Ein dauerhaftes Zerwürfnis käme für beide Seiten zur Unzeit, zumal Italien sich als verlässlicher transatlantischer Partner versteht.
Vorerst setzt die Regierung auf Schweigen statt Konfrontation: Weitere öffentliche Repliken auf den Präsidenten sollen ausbleiben, um die Lage nicht weiter anzuheizen. Ob die Strategie aufgeht, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen, wenn die offenen Verhandlungen in die nächste Runde gehen.




















