Trient – Der Präsident der Autonomen Provinz Trient, Maurizio Fugatti, hat am späten Nachmittag die Einsatzbasis in der Ortschaft Priori in der Gemeinde Cavedago besucht. Von dort aus werden die Maßnahmen zur Bekämpfung des Waldbrandes koordiniert, der seit Tagen die Hänge des Monte Bedolé oberhalb von Spormaggiore betrifft. Fugatti traf vor Ort mit den Freiwilligen Feuerwehren, dem Personal des Zivilschutzes und weiteren Einsatzkräften zusammen, um sich über den Fortschritt der Löscharbeiten zu informieren.
Der Landeshauptmann sprach den Beteiligten seinen Dank für das Engagement und die Professionalität aus. „Es ist gelungen, das Phänomen einzudämmen und sicher unter Kontrolle zu bringen. Ich möchte allen für die hervorragende institutionelle Zusammenarbeit danken. Dies waren komplizierte Tage, besonders angesichts der starken touristischen Präsenz. Es zeigt sich, dass Teamarbeit essenziell ist, um die Sicherheit der Gemeinschaft zu gewährleisten“, betonte Fugatti.
Lage unter Beobachtung
Trotz der derzeit stabilen Situation gilt das Feuer noch nicht als vollständig gelöscht. Umberto Meneghini, Inspektor des Bezirksverbandes Mezzolombardo, erklärte, dass man die Wachsamkeit nicht verringern könne, bis ergiebige Niederschläge einsetzen. Zwar fielen am Nachmittag rund 10 Millimeter Regen, doch Wind und ein aufklarender Himmel begünstigten im Anschluss das erneute Aufflammen einzelner Glutnester.
In den kommenden Stunden wird die Überwachung intensiv fortgesetzt. Ein Hubschrauber bleibt von 7 bis 20 Uhr einsatzbereit, zudem ist der Einsatz von Drohnen geplant, um verbliebene Hitzequellen aufzuspüren. Bodenkräfte arbeiten zudem daran, in der Höhe einen Brandschutzstreifen zu errichten, um eine Ausbreitung des Feuers auf die gegenüberliegende Hangseite zu verhindern.
Umfangreiche Löscharbeiten aus der Luft und am Boden
Die Bilanz der letzten Tage verdeutlicht die Intensität der Löscharbeiten:
- Der Hubschrauber der Berufsfeuerwehr absolvierte etwa 500 Abwürfe mit insgesamt 360 Kubikmetern Wasser.
- Ein Canadair-Löschflugzeug leistete 69 Abwürfe mit insgesamt 414 Kubikmetern Wasser.
- Vom Gebiet Sporminore aus wurden 183 Transporte durchgeführt, um 350 Kubikmeter Wasser zur Malga Prà di Giovo für die Luftunterstützung zu befördern.
Insgesamt sind 16 Freiwillige Feuerwehren des Bezirks Mezzolombardo im Einsatz, unterstützt durch Einheiten aus Cles, Fondo, dem Sulztal und Trient für die Wasserversorgung. Die Koordination der Bodenaktivitäten erfolgt durch die Kommandoeinheit des Bezirks Giudicarie, während die Lufteinsätze vom Trentiner Forstdienst geleitet werden.





















