Trient – Im Vorfeld des Weltnichtrauchertags am 31. Mai hob Gesundheitslandesrat Mario Tonina die Bedeutung der Prävention als eine zivilisatorische Entscheidung hervor. Bei einer Pressekonferenz der LILT (Italienische Liga zur Krebsbekämpfung) in der Sala Aurora des Palazzo Trentini betonte er, dass der Kampf gegen das Rauchen in jeder Form für den Schutz künftiger Generationen unerlässlich sei.
Tonina erläuterte, dass Tabakkonsum nach wie vor eine der Hauptursachen für vermeidbare Krankheiten und Sterblichkeit darstellt. Vor dem Hintergrund der aktuellen demografischen Entwicklung mit sinkenden Geburtenraten und einer alternden Bevölkerung sei Prävention der entscheidende Faktor. Obwohl das Trentino rund 1,6 Milliarden Euro des Haushalts für die Gesundheitsversorgung aufwendet, werden diese Mittel laut Tonina allein in Zukunft nicht ausreichen. Die Investition in eine Kultur der Prävention – sei es bei Tabak, Ernährung oder Krebsfrüherkennung – sei der wichtigste Beitrag zur langfristigen Stabilität des Gesundheitssystems.
Besondere Aufmerksamkeit müsse dabei der Jugend geschenkt werden. Ziel sei es, den jungen Menschen zu vermitteln, dass Suchterkrankungen nicht nur die eigene Gesundheit schädigen, sondern indirekt auch die Familien betreffen. Die Landesverwaltung arbeite hierbei ressortübergreifend an Maßnahmen, um durch spezialisierte Teams vor Ort ein kritisches Bewusstsein gegen Abhängigkeiten zu fördern.
Der Landesrat sprach den Verantwortlichen sowie den rund 220 ehrenamtlichen Helfern der LILT Trient seinen Dank aus. Die seit 1958 aktive Organisation sei ein Vorbild für die Vernetzung zwischen Institutionen und Bürgern, um lokale Bedürfnisse frühzeitig zu adressieren. An der Versammlung nahmen unter anderem der Präsident der LILT Trient, Mario Cristofolini, Direktorin Valentina Cereghini, Ratspräsident Claudio Soini sowie Andreas Fernandez, Stadtrat von Trient, und medizinische Experten teil.
Im Rahmen der Konferenz stellte Direktorin Cereghini zudem den Europäischen Kodex gegen den Krebs vor. Das von der Europäischen Union und der Internationalen Agentur für Krebsforschung entwickelte Instrument fasst die wirksamsten Maßnahmen zur Senkung des Krebsrisikos zusammen und bildet die Grundlage für die Überlegungen zur Kampagne 2026 der Organisation.




















