Die Zivilschutzbehörde des Trentino hat die Provinziale Operationszentrale (SOP) aktiviert, um die Verkehrslage entlang der Brennerachse kontinuierlich zu überwachen. Anlass für diese Maßnahme sind die Verkehrseinschränkungen durch eine angekündigte Demonstration in Matrei am Brenner auf österreichischem Staatsgebiet.
Vipiteno – Trotz der verordneten Ausfahrtpflicht am Mautschalter in Sterzing (Vipiteno) blieben die Verkehrsströme auf der Brennerautobahn A22 und den wichtigsten außerörtlichen Straßen insgesamt regulär. Die Operationszentrale bleibt bis 21:00 Uhr besetzt, um die Situation in enger Abstimmung mit den Zivilschutzbehörden der angrenzenden Gebiete bis hin zur Toskana sowie der Notrufzentrale 1-1-2 zu verfolgen.
Maurizio Fugatti, Präsident der Autonomen Provinz Trient, informierte sich vor Ort in der Einsatzleitung über die aktuelle Lage. Er bezeichnete die Situation als außergewöhnlich und verglich die Bilder der fast leeren Autobahnen mit der Zeit der Pandemie. Fugatti betonte, dass die Präventivmaßnahmen und die Informationskampagne erfolgreich waren, da viele Logistikunternehmen und Privatpersonen ihre Fahrten verschoben oder alternative Routen gewählt haben.
Breite Unterstützung durch Einsatzkräfte und Freiwillige
In der Einsatzleitung arbeiten verschiedene Fachdienste zusammen, darunter das Straßenmanagement, die Feuerwehr, der Rettungsdienst Trentino Emergenza sowie die Lokalpolizei von Trient und Rovereto. Zudem ist das Verkehrskoordinierungszentrum (COV) unter der Leitung der Sicherheitskräfte und des Regierungskommissariats eingebunden.
Ein wesentlicher Bestandteil des Einsatzplans ist die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer. Die folgenden Maßnahmen wurden vorbereitet:
- Rund 15.000 Flaschen Trinkwasser stehen bereit, um bei längeren Stauungen an Reisende verteilt zu werden.
- Freiwillige Feuerwehren der Bezirke Rotaliana, Trient und Vallagarina sowie das Rote Kreuz sind in Alarmbereitschaft versetzt.
- Die Sicherheitskräfte halten eine verstärkte Präsenz sowohl auf der Autobahn als auch auf dem nachgeordneten Straßennetz aufrecht.
Besonderes Augenmerk wird auf die Entwicklungen in der benachbarten Provinz Bozen gelegt, da dortige Maßnahmen zur Verkehrssteuerung unmittelbare Auswirkungen auf das Trentino haben können. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau, um bei Bedarf umgehend Hilfe leisten zu können.




















