Bozen – Die Südtiroler Landesregierung hat einen entscheidenden Schritt für die wirtschaftliche Zukunft des Landes getan und das neue Strategiedokument AM#S²2030 genehmigt. Unter der Federführung von Arbeits-Landesrätin Magdalena Amhof wurden Leitlinien verabschiedet, die den Südtiroler Arbeitsmarkt bis zum Ende des Jahrzehnts stärken und modernisieren sollen. Das Papier bildet das Fundament für eine aktive und steuernde Politik, die weit über bloße Verwaltung hinausgeht und stattdessen echte Gestaltungsmöglichkeiten für die kommenden Jahre schafft.
Ein Kompass für die kommenden Jahre
Im Zentrum der neuen Strategie steht das Ziel, einen leistungsfähigen und bürgernahen Arbeitsmarktservice zu etablieren. Die Landesrätin betont dabei, dass attraktive Arbeitsplätze und qualifizierte Beschäftigte die Grundpfeiler für den Wohlstand in der Region sind. Die Umsetzung ist ein wesentlicher Bestandteil des aktuellen Regierungsprogramms, das sich dem Ziel verschrieben hat, Menschen durch stabile Arbeitsverhältnisse und leistungsgerechte Löhne langfristig zu integrieren. Besonders für vulnerable Gruppen und Menschen mit Behinderungen stellt die Teilhabe am Erwerbsleben die wirksamste Form der sozialen Inklusion dar.
Herausforderungen und gezielte Maßnahmen
Das Dokument verschließt die Augen nicht vor den tiefgreifenden Herausforderungen, die Südtirol bevorstehen. Der demografische Wandel, die fortschreitende Digitalisierung und ein spürbarer Fachkräftemangel prägen das aktuelle Bild. Trotz einer Registerarbeitslosigkeit von etwa 6,2 Prozent im Jahr 2025, was rund 15.600 betroffenen Personen entspricht, besteht paradoxerweise eine Unterauslastung des Angebots bei gleichzeitig hoher Nachfrage der Betriebe. Um diesem Phänomen zu begegnen, sieht die Strategie AM#S²2030 konkrete Zielwerte vor, die durch eine Modernisierung der IT-Systeme und den Ausbau des Personals im Arbeitsmarktservice erreicht werden sollen.
Mobilisierung lokaler Potenziale
Ein weiterer Fokus liegt auf der Mobilisierung vorhandener Arbeits- und Fachkräfte innerhalb des Landes. Hierbei rücken vor allem Frauen, Jugendliche und ältere Personen sowie arbeitsmarktferne Gruppen in den Mittelpunkt. Durch passgenaue Dienstleistungen und eine engere Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Partnern soll die Vermittlungsleistung spürbar gesteigert werden. Ein interessanter Aspekt der Strategie ist zudem die Verknüpfung von Arbeitsmarktpolitik mit sozialen Rahmenbedingungen. So hebt das Papier die Bedeutung von leistbarem Wohnraum als wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt hervor. In den kommenden Wochen werden weitere Details zu den spezifischen Dienstleistungen folgen, um den Weg in eine stabile wirtschaftliche Zukunft Südtirols konsequent weiterzugehen.




















