Bei einem Treffen mit der Landesregierung hat der Vorstand des Verbands der Sportvereine Südtirols (VSS) aktuelle sportpolitische Herausforderungen und Perspektiven der Zusammenarbeit thematisiert.
Am 20. Juni fand in Bozen ein Austausch zwischen dem neu formierten Vorstand des VSS, Landeshauptmann Arno Kompatscher und Sportlandesrat Peter Brunner statt. Im Fokus standen die anstehenden Aufgaben des Verbands, die zukünftige Zusammensetzung des Landessportbeirats sowie die Kooperation mit Bildungseinrichtungen.
Der VSS vereint rund 500 Sportvereine mit insgesamt 86.000 Mitgliedern und ist damit der größte Sportverband Südtirols. Im März wurden im Rahmen der Vollversammlung die Gremien neu besetzt. Paul Romen bleibt bis 2028 Präsident und wird von den Vizepräsidenten Thomas Tiefenbrunner und Doris Staffler unterstützt. Dem zwölfköpfigen Vorstand gehören nun vier Frauen an.
Landeshauptmann Kompatscher würdigte insbesondere die gestiegene Frauenbeteiligung in der Verbandsführung und betonte die zentrale Rolle des ehrenamtlichen Engagements im Sportbereich. Der VSS sei ein verlässlicher Partner, wenn es darum gehe, sportliche Teilhabe auf breiter Basis zu ermöglichen – von der Jugendförderung bis zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen.
Landesrat Brunner unterstrich die Bedeutung des VSS für die Sportentwicklung in Südtirol. Die neue Zusammensetzung des Landessportbeirats wird dazu beitragen, die Abstimmung zwischen Sportinstitutionen und Schulen weiter zu verbessern. Ziel ist es, den Zugang zu Sportangeboten zu erleichtern und die Zusammenarbeit von Vereinen und Bildungseinrichtungen zu intensivieren.
VSS-Präsident Romen sprach sich für eine nachhaltige Stärkung der finanziellen Unterstützung lokaler Sportvereine aus. Gleichzeitig wies er auf bestehende Herausforderungen hin, insbesondere durch die jüngste Sportreform von 2024, durch die kleinere Vereine vor zusätzliche bürokratische Hürden gestellt würden. Der VSS wolle sich auch zukünftig für praxisnahe Lösungen und eine bessere Verzahnung von Sport, Schule und Gemeinde einsetzen.
(lpa)

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