Schlanders – Die Sicherung einer starken und wohnortnahen Gesundheitsversorgung im Vinschgau stand im Mittelpunkt des Besuchs von Gesundheitslandesrat Hubert Messner am 14. Mai im Gesundheitssprengel und im Krankenhaus Schlanders. Gemeinsam mit führenden Vertretern des Südtiroler Sanitätsbetriebs und Mitarbeitenden vor Ort diskutierte Messner über aktuelle Herausforderungen und die strategische Weiterentwicklung der Gesundheitsdienste in der Region.
Landesrat Messner betonte dabei unmissverständlich die Bedeutung des Krankenhauses Schlanders als unverzichtbaren Bestandteil des Südtiroler Gesundheitsnetzes. Er versicherte, dass die medizinische Grundversorgung im Vinschgau langfristig gesichert und kontinuierlich gestärkt werde. Begleitet wurde er unter anderem von Generaldirektor Christian Kofler und Bezirksdirektorin Janah Maria Andreis, was die hohe Priorität des Themas unterstreicht.
Neue Wege in der Patientenversorgung
Ein zentrales Anliegen Messners ist die Förderung von Prävention und ein vereinfachter Zugang zu Gesundheitsdiensten abseits der Krankenhäuser. Hier spielen die sogenannten Gemeinschaftshäuser eine entscheidende Rolle. Als weiterentwickelte Gesundheitssprengel bringen sie verschiedene Berufsgruppen zusammen und bieten umfassende Betreuungspfade, insbesondere für chronisch Kranke. Ein Beispiel dafür ist der Sprengel Mals, der aktuell zum Gemeinschaftshaus ausgebaut wird und noch im Sommer seine Funktion aufnehmen soll.
Der Landesrat lobte zudem die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Sozialdiensten. Angesichts von jährlich rund 300.000 Zugängen in den Notaufnahmen und durchschnittlich 536 Hausbesuchen der Hauskrankenpflege leiste das Gesundheitssystem Außerordentliches. Messner sprach allen Mitarbeitenden im Sprengel und Krankenhaus seinen tiefsten Dank für ihren unermüdlichen Einsatz aus und hob den Sprengel Schlanders als Vorbild für eine integrierte Struktur hervor.
Für das Krankenhaus Schlanders sind zudem umfangreiche Baumaßnahmen und Investitionen geplant. Die Intensivstation wird um sechs Betten erweitert, um die Kapazitäten für schwer erkrankte Patienten zu erhöhen. Auch die Notaufnahme erfährt Anpassungen an Zugängen und Wartebereichen. Gleichzeitig investiert der Sanitätsbetrieb in modernste medizintechnische Ausstattung. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Programms zur Modernisierung des gesamten Krankenhausnetzes in Südtirol und werden durch laufende Instandhaltungsarbeiten, wie die Anpassung der Brandmeldeanlagen und den Austausch technischer Systeme, ergänzt.




















