Vahrn – Während die Zahl der Milchviehbetriebe in Südtirol seit 2005 kontinuierlich sinkt, gibt es junge Menschen, die mit großem Engagement der Berglandwirtschaft eine neue Zukunft schenken. Einer von ihnen ist der 26-jährige Benjamin Lamprecht, der in Schalders einen Bergbauernhof bewirtschaftet und damit ein starkes Zeichen für die Milchwirtschaft setzt. Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher besuchte den Hof und zeigte sich beeindruckt.
Lamprechts Hof liegt auf 1400 Metern Meereshöhe und ist mit rund 140 Erschwernispunkten eine echte Herausforderung. Trotz der Höhenlage, der Hangneigung und der abgelegenen Lage führt der junge Pächter den Betrieb mit Milchkühen und einer kleinen Ziegenhaltung mit großer Leidenschaft. Er entdeckte den Hof über eine Facebook-Annonce, als der Vorbesitzer ihn nicht mehr weiterführen wollte, und hauchte ihm neues Leben ein.
Zukunft der Berglandwirtschaft: Ein Mutmacher
Landesrat Walcher betonte bei seinem Besuch die Bedeutung solcher Vorbilder: „Es ist beeindruckend zu sehen, wenn junge Menschen mit so viel Motivation einen solchen Hof übernehmen und weiterbewirtschaften. Das macht Mut und zeigt, dass unsere Berglandwirtschaft auch in Zukunft Perspektiven hat.“ Begleitet wurde er dabei vom Obmann des Milchhofs Brixen Brimi, Klaus Faller.
Die Erhaltung und Weiterentwicklung der Milchwirtschaft und Viehhaltung in Südtirol ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung. Gezielte Anreize wie die Wiedereinführung der Weideprämie im Vorjahr unterstützen die Haltung von Rindern und Pferden auf Almen. Dies entlastet die Betriebe wirtschaftlich und fördert gleichzeitig Tierwohl und Tiergesundheit.
Benjamin Lamprecht ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass Tradition und Innovation in der Südtiroler Berglandwirtschaft Hand in Hand gehen können. Sein Engagement und die gezielte Unterstützung durch das Land sichern nicht nur die Zukunft einzelner Höfe, sondern stärken die gesamte regionale Milchwirtschaft und tragen zur Vitalität der alpinen Kulturlandschaft bei.




















