Bozen – Das Südtiroler Gesundheitssystem steht auf einem soliden Fundament und zeigt in vielen Bereichen Spitzenleistungen. Dies bestätigt die aktuelle Bersaglio-Studie der renommierten Scuola Superiore Sant’Anna aus Pisa. Die jährlich durchgeführte Analyse vergleicht die Leistungsfähigkeit öffentlicher Gesundheitssysteme in sieben italienischen Regionen, darunter neben Südtirol auch Trient, die Toskana und Venetien. Sie liefert wertvolle Einblicke, wo das Land bereits glänzt und wo gezielt nachjustiert werden kann.
Stärken in Finanzen und Notfallversorgung
Besonders hervorzuheben sind die finanzielle Stabilität und das wirtschaftliche Gleichgewicht des Südtiroler Gesundheitswesens, die in der Studie Bestnoten erhalten. Auch die Notfallversorgung und der Rettungsdienst zählen zu den absoluten Stärken. Gesundheitslandesrat Hubert Messner betont: „Die Bersaglio-Studie zeigt, dass unser Gesundheitssystem auf einem soliden Fundament steht. Gleichzeitig liefert sie uns wertvolle Hinweise, wo wir noch besser werden können. Genau diese kontinuierliche Weiterentwicklung ist unser Anspruch.“ Das Land setzt seine Mittel nachhaltig und verantwortungsvoll ein, was die sehr guten Ergebnisse bei der finanziellen Stabilität unterstreichen.
Gleichzeitig identifiziert die Studie Bereiche mit Optimierungspotenzial. Dazu gehören die Impfquoten, die psychische Gesundheit sowie die angemessene Verordnung diagnostischer Leistungen. Diese Themen sind jedoch bereits feste Bestandteile der aktuellen Gesundheitsplanung. So wurden die Angebote in der psychiatrischen und psychologischen Versorgung in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Auch bei den Impfquoten zeichnen sich bereits positive Entwicklungen ab, die durch weitere Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen verstärkt werden sollen. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten genau jene diagnostischen Untersuchungen zukommen zu lassen, die medizinisch notwendig sind – nicht möglichst viele, sondern die richtigen.
Messner unterstreicht, dass die Studie kein Ranking darstellt, sondern ein wichtiges Steuerungsinstrument. Sie bestätigt, was gut funktioniert, und zeigt auf wissenschaftlicher Grundlage, wo die Gesundheitsversorgung weiter verbessert werden kann. Das übergeordnete Ziel bleibt stets, den Menschen in Südtirol eine hochwertige, sichere und wohnortnahe Versorgung zu bieten.




















