Bozen – Die Süd-Tiroler Freiheit (STF) und die FPÖ-Tirol haben die Südtiroler Landesregierung und Landeshauptmann Arno Kompatscher scharf kritisiert. Sie werfen der Landesregierung vor, die Bevölkerung entlang der Brennerachse im Stich zu lassen und sich gegen Maßnahmen zur Eindämmung des Transitverkehrs zu stellen. Insbesondere wird bemängelt, dass die Landesregierung in Rom gegen eine geplante Blockade des Brenners interveniert haben soll.
Die Landtagsabgeordneten Sven Knoll und Hannes Rabensteiner von der Süd-Tiroler Freiheit sowie Gudrun Kofler von der FPÖ-Tirol äußerten ihre volle Solidarität mit der angekündigten Blockade der Brennerautobahn. Sie bezeichneten die Blockade als legitimen Hilfeschrei einer verzweifelten Bevölkerung, die sich von der Politik seit Jahren im Stich gelassen fühle. Aus umweltmedizinischer Sicht sei die Situation aufgrund von Lärm, Stickoxiden und Feinstaub längst unhaltbar, was zu erhöhten Gesundheitsrisiken führe, insbesondere für Kinder und ältere Menschen.
Sven Knoll erklärte, es sei ein Armutszeugnis, dass die Südtiroler Landesregierung tatenlos zusehe, während die Bevölkerung unter der Transitlawine leide. Er verglich die Situation mit Nord-Tirol, wo bereits Abfahrverbote bei Stau umgesetzt würden, während in Südtirol der Verkehr ungehindert durch die Täler rolle. Gudrun Kofler betonte, dass Landeshauptmann Kompatschers Vorgehen, in Rom gegen die Blockade Stimmung zu machen, von vielen als politischer Verrat wahrgenommen werde und das Vertrauen in die Europaregion Tirol untergrabe.
Die Süd-Tiroler Freiheit und die FPÖ-Tirol fordern umgehende wirksame Maßnahmen zur Reduktion und Verlagerung des Transitverkehrs, die Unterbindung des Umwegverkehrs, die Ausweitung von Verkehrsbeschränkungen auf ganz Tirol sowie eine klare politische Positionierung zum Schutz der Bevölkerung gegenüber Rom, Brüssel und Wien. Die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen dürften nicht länger wirtschaftlichen Einzelinteressen geopfert werden, so die Parteien.




















