Antholz – Blaulicht und Sirenen im Antholzertal: Am Donnerstagabend haben Dutzende Einsatzkräfte verschiedener Rettungsorganisationen bei einer großangelegten Übung die Zusammenarbeit für den Ernstfall trainiert. Die Aktion war ein wichtiger Baustein in der intensiven Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele 2026, bei denen in der Südtirol Arena in Antholz die Biathlon-Wettbewerbe ausgetragen werden.
Realistisches Szenario: Holztransporter blockiert Rettungswege
Das angenommene Szenario war ebenso komplex wie realistisch: Auf der Landesstraße zwischen Niederrasen und Oberrasen verliert ein Holztransporter seine Ladung. Die Baumstämme treffen ein nachfolgendes Fahrzeug und verletzen die Insassen schwer. Durch die riesigen Stämme ist die Fahrbahn komplett blockiert, was einen Abtransport der Verletzten auf dem normalen Weg unmöglich macht. Diese Herausforderung zwang die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Weißem Kreuz, Bergrettung, Notfallmedizin und Straßendienst, unter Zeitdruck und bei eingeschränkten Funkverbindungen alternative Transportlösungen zu improvisieren und ihre Kommunikation perfekt abzustimmen. Die Verantwortlichen zeigten sich nach Abschluss der Übung sehr zufrieden mit der professionellen Bewältigung der Lage.
Gezieltes Training für die Sicherheit bei Olympia 2026
Die Großübung war die zweite von insgesamt drei geplanten Aktionen, mit denen sich Südtirols Rettungsdienste auf die olympischen Großereignisse vorbereiten. Bereits im Oktober 2024 wurde der Einsturz einer Zuschauertribüne simuliert. „Mit den drei Übungen bereiten wir uns möglichst effizient auf verschiedene Großunfall- und Sonderlagen rund um die Olympischen Winterspiele vor“, erklärte Marc Kaufmann, Primar der Notfallmedizin und medizinischer Leiter für Olympia 2026. Eine derartige Vorbereitung sei eine klare Forderung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und der Stiftung Milano-Cortina 2026. Eine dritte und letzte Übung soll noch in diesem Jahr in einem der Olympia-Krankenhäuser stattfinden.




















