Bozen – Ein neues Sicherheitsdekret aus Rom sorgt in Südtirol für Unverständnis. Laut den Plänen der italienischen Regierung soll das Mitführen eines einfachen Messers mit einer Klinge von mehr als fünf Zentimetern bald als Straftat gelten. Zu den möglichen drakonischen Sanktionen zählen Haftstrafen, Geldstrafen und sogar der Entzug des Führerscheins.
Alltagsgegenstand statt Sicherheitsrisiko
Die Fraktion der Süd-Tiroler Freiheit übt scharfe Kritik an der Maßnahme und bezeichnet sie als lebensfremd. Für Handwerker, Wanderer, Pilzsammler, Jäger und Familien beim Picknick sei ein Messer lediglich Teil der alltäglichen Grundausstattung. Zudem gehöre es traditionell zu vielen Trachten. Anstatt echte Sicherheitsprobleme wie die zunehmende Gewaltkriminalität und die illegale Migration in den Städten anzugehen, würden mit dem Vorhaben normale Bürger kriminalisiert.
Antrag im Landtag
Die Abgeordneten Sven Knoll, Myriam Atz, Hannes Rabensteiner und Bernhard Zimmerhofer kündigen an, dieser „Spinnerei“ nicht tatenlos zuzusehen. Sie haben einen Antrag sowie eine Anfrage im Landtag eingereicht, um das umstrittene Dekret zum Thema zu machen. Die Politiker betonen, dass echte Sicherheit nur durch ein konsequentes Vorgehen gegen tatsächliche Gefährder erreicht werde und nicht durch unsinnige Verbote für unbescholtene Menschen.




















