Meran – Nach dem verheerenden Murabgang im Weißplatterbach am 28. Juni atmet die Kurstadt auf: Die umfassenden Aufräumarbeiten im betroffenen Bereich Katzensteinstraße/Naifdammweg sind erfolgreich abgeschlossen. Dank eines bemerkenswerten Kraftakts und der engen Zusammenarbeit zahlreicher Einsatzkräfte konnte die Gefahr gebannt und die Normalität zügig wiederhergestellt werden.
Einsatzleiter Martin Pfitscher vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd in der Agentur für Bevölkerungsschutz betont die Schnelligkeit der Reaktion: „Wir haben unmittelbar nach dem Murabgang noch in der Nacht mit den Aufräumarbeiten begonnen.“ Diese rasche Intervention, unterstützt durch die Freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes, die Berufsfeuerwehr, den Landesstraßendienst, die Gemeinde Meran sowie private Bauunternehmen, ermöglichte den Abschluss der Arbeiten bereits am 9. Juli. Ein Paradebeispiel für effektiven Bevölkerungsschutz.
Provisorischer Schutzdamm sichert Anwohner
Oberhalb der betroffenen Gebäude errichtete ein Bautrupp unter Vorarbeiter Erwin Marth einen provisorischen Schutzdamm aus Betonblöcken. Dieses 70 Meter lange und 1,60 Meter breite Bauwerk bietet nun zusätzlichen Schutz für die Anwohner. Gleichzeitig berät das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd bei den Sicherungsarbeiten an der Anbruchstelle in der Gemeinde Hafling. Amtsdirektor Thomas Thaler blickt bereits in die Zukunft: „Gleichzeitig mit den Aufräumarbeiten haben wir geprüft, welche Verbauungen möglich sind, um die Situation für die Zukunft zu verbessern.“ Diese vorausschauende Planung ist entscheidend, um Meran und seine Umgebung langfristig vor Naturgefahren zu schützen.
Auch Bevölkerungsschutzlandesrat und Landeshauptmann Arno Kompatscher verschaffte sich am Tag nach dem Unglück bei einem Lokalaugenschein ein Bild der Lage und sprach mit den betroffenen Anrainern, was die Bedeutung der Ereignisse für die Landesregierung unterstreicht.
Der schnelle und koordinierte Einsatz nach dem Murabgang in Meran zeigt die Effizienz der Südtiroler Bevölkerungsschutzstrukturen. Die zügige Beseitigung der Schäden und die sofortige Errichtung von Schutzmaßnahmen schaffen Sicherheit und Vertrauen. Der Blick richtet sich nun auf präventive Maßnahmen, um Meran auch in Zukunft vor ähnlichen Naturereignissen zu bewahren.




















