BOZEN – Die Südtiroler Landesregierung hat in einer Sondersitzung am heutigen Donnerstag, 2. Oktober, den Weg für deutliche Lohnerhöhungen für das Lehrpersonal und die Erzieherinnen und Erzieher an den Grund-, Mittel- und Oberschulen des Landes freigemacht. Auf Vorschlag der drei Bildungslandesräte Philipp Achammer, Marco Galateo und Daniel Alfreider wurde der Entwurf zur Erneuerung des Landeskollektivvertrages für die Jahre 2025-2027 genehmigt. Für die Umsetzung stellt die Regierung ein Paket von insgesamt über 192 Millionen Euro zur Verfügung.
Inflationsausgleich und höhere Zulagen
Der neue Vertrag, der nach einigen formellen Schritten in Kraft tritt, sieht eine Reihe von rückwirkenden Verbesserungen vor. Bereits ab dem 1. Jänner 2025 wird die Landeszulage neu geregelt und an die Inflation der Jahre 2022-2024 angepasst. Zusätzlich werden die Zulagen für bestimmte Dienstaltersstufen um Bruttobeträge zwischen 323 und 1.002 Euro jährlich erhöht. Ebenfalls ab Jahresbeginn wird eine staatliche Regelung zum Sonderurlaub für Frauen, die Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt sind, in den Vertrag aufgenommen.
Bessere Vergütung für Zusatzleistungen
Weitere finanzielle Verbesserungen greifen ab dem 1. September 2025. So werden die Vergütungen für Aus- und Weiterbildungen auf bis zu 80 Euro pro Stunde angehoben. Der Beitrag für Überstunden steigt auf 49 Euro pro Unterrichtsstunde. Auch die Spesenregelungen für Außendienste werden deutlich attraktiver: Für Dienstreisen werden Mahlzeiten bis zu 80 Euro täglich und Hotelübernachtungen bis zu 200 Euro erstattet. Mit diesem umfassenden Paket will die Landesregierung die Arbeit des Lehrpersonals aufwerten und an die gestiegenen Lebenshaltungskosten anpassen.




















