Bozen – Ein entscheidender Schritt für die Aufwertung des Lehrberufs in Südtirol ist getan: Am Dienstagnachmittag wurde die Einigung zur strukturellen Inflationsanpassung für das pädagogische Personal unterzeichnet. Der Vertragsentwurf, den die Schulgewerkschaften und die Landesagentur für Gewerkschaftsbeziehungen besiegelten, sieht eine dauerhafte Erhöhung der Bruttogehälter von Lehrpersonen und Erziehern um jährlich 4.000 bis 5.190 Euro vor.
Die Anpassung, die nach Dienstaltersstufen gestaffelt ist, gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2025. Personallandesrätin Magdalena Amhof betonte die Bedeutung der Einigung: „Mit der heutigen Unterschrift wird unser Vorhaben sehr konkret – die Umsetzung des Vertrags ist nun bindend. Wir haben auf Hochdruck gearbeitet, damit die Auszahlung möglichst schnell erfolgen kann.“
Mehr Geld für Überstunden und Klassenfahrten
Über die reine Gehaltserhöhung hinaus enthält das Abkommen weitere spürbare Verbesserungen für das Personal an den Grund-, Mittel- und Oberschulen. So steigt die Vergütung für geleistete Überstunden künftig um 40 Prozent. Ein deutliches Zeichen der Wertschätzung gibt es auch für das Engagement außerhalb des Klassenzimmers: Die Zulage für die Begleitung bei Ausflügen und außerschulischen Aktivitäten wird verdoppelt. Zudem werden die Spesensätze für Verpflegung und Unterkunft im Außendienst angepasst und die Zulage für Fortbildungen um 60 Prozent erhöht.
Auszahlung nach Prüfung in Rom – nächste Verhandlungsrunde in Sicht
Bis das Geld tatsächlich auf den Konten der Lehrkräfte ankommt, sind noch einige formale Schritte notwendig. Der Vertragsentwurf muss nun dem zuständigen Ministerium in Rom sowie dem Rechnungshof zur Überprüfung vorgelegt werden. Dieser Prozess wird voraussichtlich einige Monate in Anspruch nehmen. Sobald grünes Licht kommt, können die im Nachtragshaushalt 2024 bereitgestellten Mittel ausbezahlt werden. Unterdessen blickt man bereits in die Zukunft: In Kürze sollen die Verhandlungen über eine Reallohnerhöhung ab 2026 beginnen. Hierfür plant die Landesregierung, im Zeitraum 2026-2028 zusätzliche 330 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.




















