BOZEN – Die Stimmung unter den Südtiroler Verbraucherinnen und Verbrauchern hat sich im Oktober leicht verbessert. Eine aktuelle Erhebung des WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen zeigt, dass sich das Konsumklima im Vergleich zur letzten Umfrage im Juli stabilisiert hat. Der entsprechende Index liegt nun bei -7,6 Punkten.
Diese leichte Aufhellung ist vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: Einerseits schätzen die Befragten die finanzielle Lage ihrer Familie in den vergangenen Monaten positiver ein als zuletzt. Andererseits steigen die Kaufabsichten für langlebige Güter wie Haushaltsgeräte oder Möbel.
Gedämpfte Wirtschaftserwartung, stabiler Arbeitsmarkt
Trotz der besseren persönlichen Einschätzung blicken die Südtiroler Konsumenten etwas skeptischer auf die unmittelbare Zukunft der lokalen Wirtschaft. Die Erwartungen an die allgemeine Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Monaten haben sich leicht verschlechtert.
Sehr positiv bleiben hingegen die Aussichten für den Arbeitsmarkt. Die Haushalte gehen mehrheitlich davon aus, dass die ohnehin schon sehr niedrige Arbeitslosenquote in Südtirol in den nächsten Monaten sogar noch weiter sinken könnte. Besonders optimistisch zeigen sich Selbständige und die junge Bevölkerung unter 30 Jahren, bei denen sich das Konsumklima am stärksten verbessert hat.
Südtirol schlägt europäischen Trend
Mit dieser Entwicklung stemmt sich Südtirol gegen den europäischen Trend. In der EU27 verschlechterte sich das Konsumklima im selben Zeitraum und fiel auf -14,7 Punkte. Auch in Italien (-16,4 Punkte) sowie in den wichtigen Partnerländern Deutschland und Österreich ist die Stimmung schlechter als in Südtirol.
Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen, wertet dies als positives Signal: „Trotz der ungewissen internationalen Lage liegt das Vertrauen der Südtiroler Unternehmen und Familien weiterhin über dem europäischen und italienischen Durchschnitt“. Dies sei ein wichtiges Zeichen für die Widerstandsfähigkeit der lokalen Wirtschaft.




















