Sterzing – Die Carabinieri der Kompanie Sterzing haben drei junge Männer aus dem Wipptal als mutmaßliche Täter einer schweren Körperverletzung identifiziert und bei der Staatsanwaltschaft Bozen angezeigt. Der Vorwurf lautet auf gemeinschaftlich begangene schwere Körperverletzung: In der Nacht vom 6. auf den 7. Juni sollen die drei Tatverdächtigen ein junges Opfer im Sterzinger Stadtzentrum brutal angegriffen haben. Die Ermittlungen wurden laut Mitteilung der Carabinieri in auffallend kurzer Zeit abgeschlossen.
Brutaler Angriff auf dem Untertorplatz
Der Vorfall ereignete sich zwischen 1:50 Uhr und 2:05 Uhr auf dem Untertorplatz in Sterzing. Das Opfer, ein junger Mann aus der Umgebung, sei von der Gruppe umringt, wiederholt zu Boden gestoßen und mit Tritten, Faustschlägen sowie Ohrfeigen attackiert worden. Die mutmaßlichen Angreifer sollen sich darüber hinaus in besonders erniedrigender Weise verhalten haben, indem sie das Opfer bespuckten und Teile des Übergriffs mit ihren Mobiltelefonen filmten. Der Verletzte wurde kurz darauf medizinisch versorgt und erlitt Verletzungen mit einer prognostizierten Heilungsdauer von vier Wochen.
Videoüberwachung und Zeugen als Schlüssel zur Aufklärung
Für die Rekonstruktion des Tathergangs war die Auswertung der Aufzeichnungen mehrerer Videoüberwachungssysteme im Stadtgebiet von Sterzing laut Carabinieri entscheidend. Die Kameras hätten sämtliche Phasen des Angriffs lückenlos erfasst und die jeweiligen Handlungen der einzelnen Beteiligten dokumentiert. Ergänzend wurden Videoaufzeichnungen aus öffentlichen Lokalen gesichert, in denen die drei jungen Männer den Vorabend verbracht hatten. Der Abgleich dieser Bilder mit Zeugenaussagen und weiteren Ermittlungsergebnissen ermöglichte es den Carabinieri, die Identität der auf den Aufnahmen festgehaltenen Personen zweifelsfrei festzustellen.
Anzeige auf freiem Fuß – Unschuldsvermutung gilt
Nach Abschluss der Ermittlungen wurden die drei Tatverdächtigen auf freiem Fuß bei der Staatsanwaltschaft Bozen angezeigt. Der Kommandant der Carabinieri-Kompanie Sterzing, Hauptmann Francesco Lorenzi, betonte laut Mitteilung, es handle sich um einen besonders schwerwiegenden Vorfall, der nicht dem Alltag eines Gebietes entspreche, das sich seit jeher durch ein hohes Maß an Sicherheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt auszeichne. Derartige Gewalttaten würden stets mit größtem Nachdruck verfolgt. Das Strafverfahren befindet sich derzeit noch im Stadium der Voruntersuchungen. Die Beschuldigten gelten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.




















