Bozen – Ein Schockmoment erschütterte die Südtiroler Landeshauptstadt am Donnerstagmorgen: Kurz nach 6 Uhr stürzte der Mitteltrakt des Gerichtsgebäudes in Bozen ein. Glücklicherweise gab es keine Schwerverletzten, doch die Auswirkungen auf die Justiz und die Stadt sind immens. Seit dem Vorfall laufen die Sicherheitsüberprüfungen und Aufräumarbeiten auf Hochtouren, um die Lage zu sichern und den Betrieb so schnell wie möglich wiederherzustellen.
Umfassende Maßnahmen nach dem Einsturz
Die zuständigen Behörden, darunter Feuerwehr, Agentur für Bevölkerungsschutz, Gemeinde Bozen und das Land Südtirol, arbeiten seit dem Einsturz des Gerichtsgebäudes, das sich seit 2018 im Eigentum des Landes befindet, eng und unermüdlich zusammen. Derzeit steht die genaue Ermittlung des Schadensausmaßes im Vordergrund. Gleichzeitig werden bereits ab Freitag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und in Begleitung der Feuerwehr erste Mitarbeitende die beiden Seitenflügel betreten können, um wichtige Arbeitsgeräte und Unterlagen zu bergen, die für die Fortführung der Verwaltungstätigkeit des Gerichts unerlässlich sind.
Um die Kontinuität der Justiz zu gewährleisten, hat die Landesabteilung Vermögensverwaltung umgehend reagiert. Auf dem Ausschreibungsportal AOV wurde eine Bekanntmachung veröffentlicht, um dringend geeignete Büroräume für 150 bis 200 Mitarbeitende des Landesgerichts Bozen zu finden. Dies unterstreicht die Dringlichkeit der Situation und den Willen, die Funktionsfähigkeit der Justiz schnellstmöglich wiederherzustellen.
Auch die Sicherheit der Öffentlichkeit hat höchste Priorität: Die Gemeinde Bozen hat eine Verordnung erlassen, die den Verkehr und den Aufenthalt auf dem Gerichtsplatz verbietet. Ein Bagger ist im Einsatz, um Trümmer zu beseitigen und einsturzgefährdete Dachteile zu entfernen. Der Gerichtsplatz wird zudem auch während der Nacht durchgehend von Einsatzkräften überwacht, um jegliche Gefahr auszuschließen.
Die Zusammenarbeit aller Beteiligten ist beispielhaft und zeigt den entschlossenen Einsatz, diese außergewöhnliche Situation zu meistern. Die Sicherheit der Bevölkerung und die Aufrechterhaltung der Justiz sind die obersten Ziele, die mit aller Kraft verfolgt werden.




















