Bozen – Inmitten des festlichen Trubels und der hohen Besucherzahlen auf dem Bozner Christkindlmarkt arbeiten die Ordnungshüter mit Hochdruck daran, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Dass diese Präsenz lebenswichtig sein kann, zeigte sich kürzlich in einer dramatischen Situation im Herzen der Stadt. Eine Streife der Carabinieri, die für die öffentliche Ordnung zuständig war, wurde am Waltherplatz auf ein Kleinkind in akuter Notlage aufmerksam gemacht.
Das sehr junge Mädchen hatte das Bewusstsein verloren und litt unter schweren Atembeschwerden. Dank der geistesgegenwärtigen Reaktion eines anwesenden Arztes und der sofortigen Unterstützung durch das Sanitätspersonal konnte der Zustand des Kindes stabilisiert werden, bevor es in das örtliche Krankenhaus gebracht wurde. Dieser Vorfall unterstreicht, dass die Aufgaben der Beamten weit über die reine Kriminalitätsbekämpfung hinausgehen und oft Erste Hilfe und Bürgernähe erfordern.
Nicht jeder Einsatz verlief jedoch so harmonisch. Als die Einsatzkräfte eine Schlägerei im Stadtzentrum unterbinden wollten, blockierte ein Mann vorsätzlich ein Dienstfahrzeug und behinderte so den laufenden Einsatz. Er wurde wegen Unterbrechung eines öffentlichen Dienstes angezeigt und erhielt zudem eine saftige Geldstrafe wegen Verletzung der Straßenverkehrsordnung. Auch am Bahnhof kam es zu Zwischenfällen: Ein Mann leistete bei einer Kontrolle körperlichen Widerstand, versuchte zu fliehen und gab falsche Personalien an. Dies brachte ihm eine Anzeige ein. Zudem konnten Diebstähle in Geschäften aufgeklärt und die Beute an die rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden.
Mobile Wache als Anlaufstelle
Um den Bürgern und Touristen einen noch besseren Service zu bieten, setzen die Carabinieri in diesem Jahr auf Innovation. Während der gesamten Weihnachtszeit ist eine „Mobile Station” direkt am Waltherplatz und in den angrenzenden Bereichen des Marktes positioniert. Besonders bemerkenswert ist, dass es sich hierbei um ein modernes, vollelektrisches Fahrzeug handelt, das Nachhaltigkeit mit operativer Flexibilität verbindet.
Diese mobile Anlaufstelle dient als direkter Kontaktpunkt. Bürger können hier nicht nur sofortige Hilfe anfordern oder Gefahren melden, sondern auch Anzeigen erstatten, ohne extra eine Kaserne aufsuchen zu müssen. Auch für den oft vorkommenden Verlust von Wertsachen fungiert der Wagen als Fundbüro für Dokumente oder Geldbörsen.
Sicherheit in Bussen und Bahnen
Parallel zur Präsenz auf den Plätzen werden auch die Kontrollen im öffentlichen Nahverkehr intensiviert. Sowohl uniformierte Beamte als auch Kräfte in Zivil bestreifen die wichtigsten Buslinien der Stadt, um Taschendiebe abzuschrecken und die Sicherheit der Fahrgäste und des Personals zu gewährleisten. Der Kommandant der Kompanie Bozen betonte, dass diese Strategie der realen Bürgernähe dient, damit alle das Fest in „voller Gelassenheit” genießen können.




















