Brixen – Ein neues Kapitel in der Gesundheitsversorgung Südtirols hat begonnen: Das Gemeinschaftshaus in Brixen, bereits seit einigen Wochen in Betrieb, feierte am 25. Juni 2026 seine offizielle Eröffnung. Als erstes seiner Art im Land stellt es eine wegweisende Weiterentwicklung der bisherigen Gesundheits- und Sozialsprengel dar und setzt auf eine enge, vernetzte Zusammenarbeit von Medizin, Pflege und Sozialdiensten. Dieses innovative Modell verspricht eine patientennähere und zukunftsfähige Betreuung für die Bevölkerung.
Ein neues Versorgungskonzept für Südtirol
Gesundheitslandesrat Hubert Messner betonte bei der Eröffnung, das Haus stehe für ein „neues Versorgungskonzept: nah am Menschen, vernetzt und zukunftsfähig“. Es diene als zusätzliche Anlaufstelle für kleinere dringende gesundheitliche Probleme, nicht als Ersatz für Haus- oder Kinderärzte. Rund um die Uhr erhalten Patienten im Brixner Gemeinschaftshaus Hilfe, und wochentags von 8 bis 20 Uhr auch im Gemeinschaftshaus in Klausen. Messner hob hervor, dass diese Einrichtungen die Notaufnahmen der Krankenhäuser entlasten sollen. Generaldirektor Christian Kofler vom Südtiroler Sanitätsbetrieb bekräftigte: „Entscheidend ist nicht nur das Gebäude, sondern die neue Art, Versorgung ganzheitlich zu denken und zu organisieren.“
Bürgermeister Andreas Jungmann bezeichnete das Gemeinschaftshaus als „Gewinn für die Stadt Brixen und Umgebung“, einen Ort, an dem Menschen schnell und unkompliziert die passende, gut erreichbare Hilfe finden. Bezirksdirektorin Elisabeth Montel bestätigte den patientenzentrierten Ansatz: „Im Mittelpunkt steht der Patient und die Patientin, und alle Angebote sind rund um seine Bedürfnisse angeordnet.“
Das Erdgeschoss des Brixner Gemeinschaftshauses beherbergt eine zentrale Anlaufstelle, eine Hausarztpraxis, ein Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten mit 24-Stunden-Betrieb sowie Facharztangebote wie Pneumologie und Diätologie. Auch Krankenpflegedienste mit Wundversorgung und Blutabnahme sowie Beratungs- und Terminvereinbarungen sind hier gebündelt. Im zweiten Stock finden sich wohnortnahe Einsatzzentralen zur Koordinierung der Versorgung, Angebote für Pflege und Betreuung, ein Dienst für Abhängigkeitserkrankungen, psychologische und Familienberatung sowie Ambulatorien für Hör- und Sprechtests und Augenheilkunde. Weitere Angebote in Ernährungstherapie und psychischer Gesundheit sollen schrittweise folgen.
Verantwortliche wie Sanitätskoordinatorin Christina Troi, Pflegedienstleiterin Judith Gostner, Verwaltungsleiterin Christine Engl und Sozialdienstedirektor Thomas Hellrigl präsentierten die neuen Strukturen und Angebote. Das Gemeinschaftshaus Brixen wird sein Angebot in den kommenden Monaten noch weiter ausbauen und festigt damit seine Rolle als zentraler Pfeiler einer modernen und bürgernahen Gesundheitsversorgung in Südtirol.




















