Postal – Die Carabinieri der Station Postal haben den Verantwortlichen einer gemeinnützigen Organisation (Onlus) wegen schweren Betrugs bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Laut Mitteilung soll der Mann einer 75-jährigen Frau aus dem Ort durch gezielte Täuschung 12.000 Euro herausgelockt haben – Geld, das sie sich eigens leihen musste.
Versprechen im Urlaub – und ein erfundenes Hilfsprojekt
Die Vorfälle reichen laut den Ermittlungen bis in den Sommer 2020 zurück. Die Seniorin befand sich damals in Süditalien im Urlaub, als sie vom späteren Beschuldigten angesprochen wurde. Dieser habe ihr ein soziales Projekt präsentiert: den Kauf eines Grundstücks und den anschließenden Bau einer Einrichtung zur Betreuung von Menschen mit Behinderung. Durch geschickte Überredung sei es ihm gelungen, das Vertrauen der gutgläubigen Frau zu gewinnen und sie zur Spende in Höhe von 12.000 Euro zu bewegen.
Keine Struktur, kein Projekt – die Ermittler decken den Schwindel auf
Die Nachforschungen der Carabinieri ergaben jedoch, dass von dem angekündigten Vorhaben niemals auch nur ein einziger Spatenstich gemacht wurde. Weder ein Grundstück wurde erworben noch eine Betreuungseinrichtung errichtet. Das bestätige laut den Behörden den betrügerischen Charakter der gesamten Geschichte. Die Carabinieri der Kompanie Meran kündigten an, in den kommenden Tagen weitere gezielte Kontrollen durchzuführen, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen und Betrugsdelikte zu verfolgen.




















