Bozen – Am Vormittag ist die Berufsfeuerwehr Bozen zu einem ungewöhnlichen Einsatz ausgerückt. Ziel war die Mittelschule Ada Negri, wo auf dem Außengelände ein Reptil für Aufmerksamkeit gesorgt hatte.
Lehrkraft reagiert geistesgegenwärtig
Wie die Einsatzkräfte mitteilten, war eine Schlange im Außenbereich der Schulstruktur beobachtet worden. Das Tier war zunächst aus einem Schacht gekrochen und anschließend in einen weiteren Entwässerungskanal geflüchtet, der mit Gitterrosten abgedeckt war. Noch bevor die alarmierte Feuerwehr am Ort des Geschehens eintraf, schritt eine Lehrperson der Mittelschule ein. Mit einem Stück Karton gelang es der Lehrkraft, das Tier provisorisch zwischen den Gitterrosten zu blockieren, um ein weiteres Entkommen zu verhindern.
Beim Eintreffen übernahmen die Feuerwehrleute die fachgerechte Bergung. Unter Verwendung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung und spezieller Schutzhandschuhe wurde die Schlange aus ihrer Lage befreit. Anschließend sicherten die Einsatzkräfte das Tier in einer dafür vorgesehenen Transportbox. Wie die Berufsfeuerwehr Bozen bestätigte, wurden bei dem Vorfall keine Personen verletzt.
Tier unversehrt in die Natur entlassen
Bei dem eingefangenen Tier handelte es sich um ein beachtliches, jedoch nicht giftiges Exemplar. Die Länge der Schlange wurde von den Einsatzkräften auf rund zwei Meter geschätzt. Um den Gesundheitszustand und das weitere Vorgehen abzuklären, wurde das Tier nach der erfolgreichen Bergung zur fachlichen Einschätzung in das Tierheim in der Sill transportiert. Dort beurteilte ein Tierarzt den weiteren Umgang mit dem Reptil.
Auf ausdrückliche Empfehlung des Veterinärs konnte das Tier kurze Zeit später wieder in die Freiheit entlassen werden. Die Einsatzkräfte brachten die Schlange in ein geeignetes Waldgebiet oberhalb von Bozen und setzten sie dort aus. Das Reptil entfernte sich nach dem Aussetzen selbstständig in die Vegetation. Weitere Nacharbeiten oder Ermittlungen seitens der Behörden waren im Anschluss an diese Rettungsaktion nicht mehr erforderlich.




















