Innsbruck – Die Grenzen auf dem Papier spielen in der modernen Arbeitswelt eine immer geringere Rolle, doch nun folgt auch die digitale Infrastruktur diesem zukunftsweisenden Trend. Mit der offiziellen Vorstellung der Euregio-Jobbörse am 27. April 2026 setzt die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ein deutliches Zeichen für die grenzüberschreitende Mobilität und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Dieses ambitionierte Projekt vernetzt die bisher eigenständigen Arbeitsmarktportale der drei Regionen und schafft so einen transparenten, überregionalen Marktplatz für Talente und Arbeitgeber.
Das Herzstück dieser Initiative bildet die intelligente technische Kopplung bewährter Systeme. Die Plattform „alle Jobs“ des österreichischen Arbeitsmarktservice, die Südtiroler „eJobBörse“ sowie das Trentiner Portal „Trentino Lavoro“ kommunizieren künftig direkt miteinander. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass sie mit nur einem Klick Zugriff auf das gesamte Stellenangebot zwischen Kufstein und Ala erhalten. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von einer massiv gesteigerten Sichtbarkeit ihrer Vakanzen, da sie ihre Angebote nun ohne zusätzlichen Aufwand einem deutlich größeren Pool an qualifizierten Fachkräften präsentieren können.
Die Alpenregion als gemeinsamer Wirtschaftsraum
Die politische Bedeutung dieses Meilensteins unterstreicht die Anwesenheit der Spitzenpolitik bei der feierlichen Präsentation im Innsbrucker Landhaus. Euregio-Präsident Anton Mattle aus Tirol und der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher werden das Projekt gemeinsam mit dem Trentiner Landeshauptmannstellvertreter Achille Spinelli der Öffentlichkeit vorstellen. Flankiert werden sie von den zuständigen Landesrätinnen Astrid Mair und Magdalena Amhof sowie dem Vorstandsvorsitzenden des AMS Österreich, Johannes Kopf. Diese geschlossene Front der Verantwortlichen verdeutlicht den gemeinsamen Willen, die Euregio nicht nur als kulturelle, sondern vor allem als lebensnahe wirtschaftliche Einheit zu begreifen.
Expertise und technische Umsetzung
Hinter der politischen Bühne sorgt ein erfahrenes Projektteam für die reibungslose Überwindung der technischen und administrativen Hürden. Stefan Luther, Direktor der Südtiroler Landesabteilung Arbeitsmarktservice, arbeitet hierbei eng mit Bernhard Pichler vom AMS Tirol und Stefania Terlizzi von der Arbeitsagentur des Trentino zusammen. Das Team wird im Rahmen der Veranstaltung detaillierte Einblicke in die Funktionsweise der vernetzten Portale geben und aufzeigen, wie die digitale Transformation den Alltag der Arbeitssuchenden erleichtert.
Ein Impuls für den regionalen Arbeitsmarkt
Mit der Euregio-Jobbörse wird ein neues Kapitel der regionalen Kooperation aufgeschlagen. Die Initiative ist eine direkte Antwort auf die Anforderungen eines dynamischen Arbeitsmarktes, der nach Flexibilität und Vernetzung verlangt. Indem man die Hürden der Informationsbeschaffung über die Landesgrenzen hinweg abbaut, stärkt die Europaregion ihre Position als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum. Der Startschuss in Innsbruck markiert somit den Beginn einer Ära, in der die Suche nach beruflichen Herausforderungen nicht mehr an den Pässen der Alpen endet, sondern dort erst richtig Fahrt aufnimmt.




















