Bozen/Eppan – Ein notorischer Unfallschwerpunkt im Südtiroler Verkehrsnetz soll sicherer werden: Die Landesregierung hat die Ausschreibung für den umfassenden Umbau der MeBo-Einfahrt bei Eppan veröffentlicht. Das Bauvorhaben, mit Gesamtkosten von rund 23 Millionen Euro veranschlagt, sieht die Errichtung von zwei modernen Kreisverkehrsanlagen vor. Diese sollen die bisherige Kreuzung ersetzen und die Anbindungen an die Schnellstraße Meran-Bozen (MeBo) neu regeln. Die Bauarbeiten sind für die Jahre 2026 und 2027 geplant.
Fokus auf Sicherheit an kritischem Verkehrsknoten
„Die Umgestaltung der MeBo-Einfahrt Eppan zielt vor allem darauf ab, diesen Knoten sicherer für die Verkehrsteilnehmenden zu machen“, betonte Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Er verwies auf die hohe Unfallhäufigkeit an der Überführung, die in der Vergangenheit bereits zu tragischen Kollisionen geführt hatte. Mit der Veröffentlichung der Ausschreibung sei nun ein wichtiger Meilenstein erreicht. Auch Lorenz Ebner, der Bürgermeister von Eppan, zeigte sich erfreut: „Wir sind sehr froh, dass dieses vor allem für die Sicherheit so wichtige Projekt jetzt in die konkrete Umsetzung geht.“ Dem Baustart ging eine komplexe Planungsphase voraus, in der die Gemeinde und betroffene Grundstückseigentümer eng eingebunden waren.
Besserer Verkehrsfluss für Autos und Busse
Neben der drastischen Erhöhung der Sicherheit verfolgt das Projekt weitere Ziele. Laut Sabine Thurner vom Landesamt für Straßenbau soll ein flüssigerer Durchgang ohne lange Rückstaus auf der Staatsstraße 42 ins Überetsch und auf der MeBo selbst gewährleistet werden. Davon profitiert nicht nur der Individualverkehr, sondern auch der öffentliche Busdienst, für den ein besseres Durchkommen ermöglicht wird. Teil des Gesamtprojekts ist zudem der Weiterbau der bereits bestehenden Vorzugsspur von Pillhof bis zur neuen MeBo-Einfahrt. Finanziert wird das Vorhaben aus Mitteln des Fonds für Entwicklung und Kohäsion (FSC) in Zusammenarbeit mit der Landesabteilung Europa. Von den 23 Millionen Euro Gesamtkosten entfallen rund 16,6 Millionen auf die reinen Baukosten.



















