Azzurri-Trainersuche: Andrea Pirlo rückt in die Pole-Position
Paolo Maldini stellt sich hinter den Weltmeister von 2006 – nun muss die Verbandsspitze überzeugt werden
Rom – Bei der Suche nach einem neuen Trainer für die italienische Fußballnationalmannschaft zeichnet sich ein Favorit ab. Andrea Pirlo, Weltmeister von 2006 und einer der elegantesten Spielmacher seiner Generation, gilt inzwischen als heißester Kandidat für die Nachfolge auf der Bank der Squadra Azzurra. Rückenwind bekommt er von prominenter Seite: Paolo Maldini, der beim Neuaufbau der Nationalmannschaft eine tragende Rolle spielt, unterstützt die Personalie offen.
Auf der Kandidatenliste des Verbands stehen mehrere Namen. Als Wunschlösung wurde zeitweise Pep Guardiola gehandelt, doch eine Verpflichtung des Katalanen gilt als kaum realistisch. Auch andere international erfahrene Trainer wurden ins Spiel gebracht. Am Ende aber schält sich Pirlo als jener Name heraus, der sportliche Idee und italienische Identität verbindet – und der Maldinis Vorstellungen von einem modernen, ballbesitzorientierten Fußball am nächsten kommt.
Pirlos Weg als Trainer verlief bislang wechselhaft. Nach seinem Debüt bei Juventus Turin, das mit einem Meistertitel, aber auch mit Enttäuschungen endete, sammelte er in der Serie B und im Ausland weitere Erfahrung; zuletzt war er fernab der großen europäischen Bühne tätig. Als Spieler jedoch bleibt er eine Ikone: Der Regista prägte über Jahre das Spiel von Milan, Juventus und der Nationalelf und krönte seine Laufbahn mit dem WM-Titel in Deutschland.
Damit aus der Tendenz eine Entscheidung wird, muss allerdings noch die Führung des Verbands überzeugt werden. Erst wenn dort grünes Licht kommt, kann Maldini seinen Kandidaten offiziell installieren. Für die Tifosi wäre die Rückkehr eines Weltmeisters auf die Trainerbank ein Signal des Aufbruchs – nach enttäuschenden Jahren, in denen die viermalige Weltmeisternation sportlich hinter den eigenen Ansprüchen zurückgeblieben ist.




















